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Belgien: Zahl der Entlassungen auf dem Höchststand der letzten fünf Jahre

Bis Ende 2024 wurden 5,64 % der unbefristeten Arbeitsverträge in Belgien auf einseitige Initiative des Arbeitgebers beendet. Dies ist der höchste entsprechende Wert der letzten fünf Jahre, wie aus einer Studie hervorgeht, die der Personaldienstleister Securex diese Woche veröffentlichte. Die Kündigungen bzw. Entlassungen sind regional unterschiedlich, so die Studie.

Andreas Kockartz Belga
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Die Zahl der Kündigungen und Entlassungen ist in der Wallonie mit 6,9 % am höchsten. In der Region Brüssel-Hauptstadt bleibt sie mit 6,17 % stabil, und in Flandern liegt sie laut Securex zum ersten Mal über 5 % (5,11 %). Das Sozialsekretariat führt den Anstieg auf die steigende Zahl von Konkursen zurück. Während 2023 2,85 % der entlassenen Arbeitnehmer durch Konkurse ihre Jobs verloren, stieg dieser Anteil im vergangenen Jahr auf 8,6 %.

So verzeichnete das belgische Statistikamt Statbel 2024 die höchste Zahl an Insolvenzen seit 2013: 11.067. Dabei gingen 32.566 Arbeitsplätze verloren, ebenfalls die höchste Zahl seit 2013. Obwohl die Zahl der Kündigungen zunahm, blieb die Gesamtauflösung von unbefristeten Verträgen laut Securex mit 17,76 % stabil. Darin enthalten sind immer noch 10,78 % freiwillige Abgänge und 1,34 % Pensionierungen und Sterbefälle.

Die natürlichen Abgänge erreichten 2022 noch einen Höchststand von 12,27 % der Verträge, sind seitdem aber wieder zurückgegangen. „Dies lässt sich damit erklären, dass die Menschen in Zeiten der Unsicherheit weniger geneigt sind, den Arbeitgeber zu wechseln“, so Securex. Nach Angaben des Personaldienstleisters und Sozialsekretariats basiert die Studie auf einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 42.000 Arbeitnehmern bei fast 8.000 Arbeitgebern aus dem Kundenportfolio des Personaldienstleisters. Dieses Portfolio umfasst mehr als 290.000 Arbeitnehmer.

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