Premierminister Bart De Wever (N-VA) hat am Donnerstagmorgen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in seiner Kanzlei in der Wetstraat 16 in Brüssel empfangen. Der ukrainische Staatschef wird anschließend am EU-Sondergipfel in Brüssel teilnehmen, der der weiteren Unterstützung für sein Land und der europäischen Verteidigung gewidmet ist. Am Nachmittag - nach dem Gipfel - wird Wolodymyr Selenskyj im Brüsseler Palast bei König Philippe erwartet.
Premier De Wever hat den ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen
Bart De Wever und Volodymyr Selenskyj sprachen zunächst unter vier Augen im Büro des Premierministers. Danach stießen Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) und der ukrainische Außenminister zu ihnen, um erste Gespräche über den EU-Gipfel und über die Lage in der Ukraine zu führen. De Wever und Selenskyj hatten bereits Ende Februar miteinander telefoniert. Der ukrainische Präsident lud den Premierminister daraufhin zu einem Besuch in Kiew ein.
Die Ukraine kann in jedem Fall weiterhin auf die Unterstützung unseres Landes zählen. Dies sagte Premierminister De Wever bei einem Treffen mit Präsident Zelensky kurz vor dem europäischen Gipfel in der Rue de la Loi. Die beiden Politiker sahen sich zum ersten Mal. Verteidigungsminister Francken war ebenfalls anwesend.
Anschließend ließ der Premierminister verlauten, dass Belgien nicht akzeptiert, dass über die Zukunft der Ukraine ohne das Land selbst oder seine europäischen Verbündeten entschieden wird. Selenskyj ging auch kurz auf die Aussetzung der US-Hilfe für sein Land ein: „Wir arbeiten daran. Unsere Teams arbeiten daran und knüpfen Kontakte. Wir werden sehen. Ich hoffe, dass wir die Blockade der Hilfe aufheben können. Aber jetzt sind wir in Europa und es ist großartig, dass unsere europäischen Kollegen uns weiterhin unterstützen."
Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) sagte auf die Frage, warum Belgien in diesem Jahr der Ukraine nicht doch noch einige F-16 liefern wird, dass darüber gesprochen und gearbeitet werde: "Wir werden die militärische Unterstützung in vielen Bereichen weiterhin gewährleisten. Wir werden auch in ein paar Wochen mit dem Premierminister dorthin reisen. Ich glaube, das ist jetzt rund. Es ist auch beabsichtigt, eine Reihe von Industriellen aus unserer belgischen Rüstungsindustrie dorthin mitzunehmen, um auch dort zusätzlich zu produzieren und zu arbeiten.“
Premierminister Bart De Wever (N-VA) schließt nicht aus, dass bereits in diesem Jahr belgische F-16-Kampfjets an die Ukraine geliefert werden. Diese werden dann aber für die Lieferung von Ersatzteilen genutzt. Im nächsten Jahr könnten aber auch möglicherweise kampffähige F-16er geliefert werden, so De Wever.

