In den letzten Monaten sind in Belgien rund 2.500 Menschen mehr an der Grippe gestorben als sonst. Das ist über 10% mehr als üblich, meldet das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsinstitut Sciensano. Die grippebedingte Übersterblichkeit ist damit auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren, sagt auch der Virologe und Sciensano-Leiter Steven Van Gucht.
Grippewelle in Belgien: Übersterblichkeit auf dem höchstem Stand seit 7 Jahren
In vielen Krankenhäusern hierzulande sind wegen der Grippewelle alle Betten belegt. Die Grippewelle hat gerade ihren Höhepunkt erreicht. Die Grippe ist keine harmlose Krankheit und kann zu schweren Komplikationen führen. Inzwischen sieht es aber so aus, als hätte die Epidemie ihren Höhepunkt überschritten. Vermutlich wird sie in etwa zwei Wochen vorbei sein. Sciensano meldet, dass es zwischen dem 9. Dezember 2024 und dem 16. Februar 2025 2.561 mehr grippebedingte Todesfälle gab als sonst üblich. Die große Mehrheit davon sind Menschen über 85 Jahre. Bei den 65- bis 84-Jährigen gab es 719 Todesfälle mehr. Bei den bis zu 64-Jährigen waren es 224 Fälle.
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Der Virologe Steven Van Gucht (Foto unten), Direktor von Sciensano, sagte gegenüber VRT NWS: „Es ist eine Saison mit einer hohen Übersterblichkeit. Wir müssen schon bis 2018 zurückgehen, um ähnliche Zahlen zu sehen. 2017 gab es sogar noch mehr Übersterblichkeit als dieses Jahr, es ist also nicht wirklich außergewöhnlich. Die meisten Fälle von Übersterblichkeit sehen wir in sechs von zehn Fällen bei Menschen über 85 Jahren. Das ist nicht überraschend, denn das sind auch Menschen, die sehr anfällig für die Grippe sind und die oft auch an Grunderkrankungen leiden und dann kann so ein grippaler Infekt manchmal leider fatal sein.“
