Die Kosten für Vandalismus an der Infrastruktur der Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB/STIB sind im vergangenen Jahr auf 4,1 Millionen Euro gestiegen. Das ist mehr als 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „2024 wird der Vandalismus der Verkehrsgesellschaft und damit dem Steuerzahler 4,1 Millionen Euro kosten, rund 1 Million Euro mehr als im Vorjahr“, so die Brüsseler Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen).
Vandalismus: Brüsseler Verkehrsbetriebe müssen 2024 ganze 4,1 Millionen Euro blechen
Mehr Vandalismus gegen die Fahrzeuge und Infrastruktur der Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB/STIB gehen leider mit der allgemeinen Verschlechterung der Sicherheit und Lebensqualität in Brüssel einher“, so die zuständige Ministerin auf eine Frage des rechtsextremen flämischen Politikers Bob De Brabandere (Vlaams Belang).
Im Jahr 2023 beliefen sich die Folgen mutwilliger Zerstörung durch die Nutzerinnen und Nutzer noch auf 3.063.179 Euro geschätzt. Es fällt auf, dass die Kosten für Vandalismus an der unterirdischen Infrastruktur im Jahr 2024 besonders stark ansteigen: +408 Prozent für Metrozüge (+593.046 Euro) und +15 Prozent für die Metrostationen (+261.000 Euro). Auch die oberirdischen Fahrzeuge blieben von der Zunahme des Vandalismus nicht verschont: +30 Prozent bei Bussen (+132.361 Euro) und +15 Prozent bei Straßenbahnen (+80.452 Euro).
Nach Ansicht von De Brabandere bleiben die Täter zu oft straffrei und die Schäden werden zu wenig eingezogen. „Wir sehen das zum Beispiel bei den Silvesterkrawallen. Zwei Monate nach dem Datum wurden nur sechs Randalierer gerichtlich verhaftet. Diese Art von Laxheit ist katastrophal.“
