Der ehemalige Minister und frühere Bürgermeister von Roeselare (Provinz Westflandern), Luc Martens, sitzt erneut im Gefängnis. Er wurde im Rahmen von Ermittlungen zu Darlehen von Bekannten festgenommen, die er nicht oder kaum zurückzahlt. Er soll neue Straftaten begangen und gegen seine Auflagen verstoßen haben.
Ex-Minister Luc Martens nach Verstoß gegen Bewährungsauflagen erneut inhaftiert
Der Skandal um Luc Martens zieht sich schon seit langem hin. Der flämische Minister brauchte Geld, nachdem Investitionen in Kryptowährungen schiefgelaufen waren. Er soll sich von Freunden und Bekannten große Summen - insgesamt rund 3 Millionen Euro - geliehen haben. Diese hat er dann nie oder kaum zurückgezahlt.
Der ehemalige Minister wurde bereits am 7. Juni 2024 im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen wegen Betrugs, Vertrauensmissbrauchs, Urkundenfälschung und Geldwäschedelikten dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Ermittlungsrichter beschloss damals, Martens unter Auflagen freizulassen.
Martens musste sich wegen seiner finanziellen Probleme psychologisch helfen lassen und durfte auch keine neuen Straftaten begehen.
„Die Fakten haben sich wiederholt“, sagte Tom Janssens von der Staatsanwaltschaft Westflandern: „Er hat nicht aufgehört, sich Geld von Freunden zu leihen, um weiter in Kryptowährungen zu investieren.“ Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich diesmal um einen Betrag von mehr als 70.000 Euro.
Martens hatte im vergangenen Jahr erklärt, er sei selbst beim Handel mit Kryptowährungen betrogen worden und dass er nichts zu verbergen habe. Das Gericht hatte zuvor in mehreren Fällen entschieden, dass er den Opfern Hunderttausende von Euro zurückzahlen muss.
