Ein neuer Monat, neue Regeln, Maßnahmen und Entwicklungen und der März 2025 ist da nicht anders. In Belgien steigen die Löhne und Gehälter und in Flandern und Brüssel kommen zum ersten Mal die neuen Demenz-Referenzärzte zum Einsatz.
Neu ab dem 1. März 2025 – Bald gibt’s für einige mehr Geld
Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst werden am 1. März um 2 % angehoben. Sie werden indexiert, weil der Schwellenindex im Januar überschritten wurde.
Der Schwellenindex, auch Spil- oder Pivotindex genannt, ist ein Maß dafür, wie teuer das Leben wird. Jedes Mal, wenn er überschritten wird, steigen die Sozialleistungen einen Monat später um 2 % und die Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst einen weiteren Monat später. Das staatlich-belgische Planungsbüro geht davon aus, dass der Schwellen-Index im August erneut überschritten wird.
Die Löhne der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft der der nicht verbeamteten Beschäftigten sind ebenfalls an diesen Index gekoppelt. Nach Angaben der Gewerkschaften werden die Löhne in acht paritätischen Ausschüssen am 1. März ebenfalls um 2 % steigen.
Am 1. März werden die ersten Demenzreferenzärzte in Flandern ihre Arbeit aufnehmen. Sie sind Experten, die Ärztekollegen unterstützen und beraten können.
In Flandern und Brüssel sind derzeit etwa 150.000 Menschen mit Demenz bekannt. Es wird erwartet, dass sich diese Zahl bis 2070 aufgrund der Alterung der Bevölkerung verdoppeln wird. Das bedeutet, dass Ärzte sehr viel häufiger mit Demenzpatienten und den mit der Diagnose verbundenen Herausforderungen konfrontiert sein werden.
Um die Ärzte zu unterstützen, treten jetzt die sogenannten Demenz-Referenzärzte auf den Plan. Dabei handelt es sich um Ärzte, die eine spezielle Ausbildung erhalten haben, um beispielsweise frühe Anzeichen von Demenz zu erkennen oder zu bestätigen und komplexe Pflegebedürfnisse weiterzuverfolgen. Referenzärzte können Hausärzte bei Fragen zu Patienten mit Demenz unterstützen und sind Ansprechpartner für lokale politische Strukturen und Pflegeeinrichtungen, wie z. B. Pflegeheime.
Die Ausbildung zum Demenz-Referenzarzt wurde vom Kompetenzzentrum Demenz Flandern, dem Hausärzteverband Domus Medica und Experten aus der Praxis entwickelt. „Trotz der oft niederschmetternden Diagnose Demenz lohnt es sich, weiterzumachen und zu schauen, was man noch tun kann. Es gibt noch viel Leben mit und neben der Demenz“, sagt Joke Pauwelyn, Projektleiterin beim Kompetenzzentrum Demenz Flandern, zu diesen Fachkräften. „Der Referenzarzt für Demenz bietet daher eine Beratungsstelle für das Ärztenetz, um Patienten mit Demenz und ihre Angehörigen so gut wie möglich zu unterstützen“, so Pauwelyn.
