Die ostflämische Provinzhauptstadt Gent testete gemeinsam mit 28 Unternehmen emissionsfreie Lieferfahrzeuge. Getestet werden elektrische Lastenräder ebenso, wie Kühllastwagen oder andere Fahrzeuge für Zustell- oder Lieferdienste.
Gent testete elektrische Fahrzeuge für emissionsfreie Lieferungen in der Innenstadt
28 Unternehmen haben eine Woche lang in Gent an einem Pilotprojekt teilgenommen, bei dem Lieferungen in der Innenstadt mit vornehmlich elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vorgenommen wurden. Das Projekt wurde bei den teilnehmenden Firmen positiv bewertet.
6 verschiedene Fahrzeugtypen standen für diese Testreihe zur Verfügung: Lastenräder, leichte Lieferwagen und Kombis, Lieferwagen und Sprinter, leichte Lastwagen, elektrische Kühlwagen und elektrische Pritschen- und Kipplastwagen für den Baustellenbetrieb.
Filip Watteeuw (Groen), Gents Schöffe für Umwelt, Klima und Energie, sagte, dass man den Unternehmen dabei helfen wolle, sich mit diesem Thema bzw. mit solchen Fahrzeugen auseinanderzusetzen: „Manchmal liegen Stolpersteine vor, wie die hohen Investitionskosten. Doch was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Darum haben wir diese Fahrzeuge zu den Unternehmen gebracht.“
Neugierig gemacht - Bedenken analysieren
Die Unternehmen konnten dabei z.B. feststellen, dass die Batterien bei E-Fahrzeugen mitunter lange halten und dass der Ladevorgang nicht unbedingt sehr lange dauert.
Und doch zeigten sich einige der Beteiligten zurückhaltend. Sie wollen wohl darauf warten, dass die Anschaffungskosten für E-Fahrzeuge (inkl. Prämien der flämischen Landesbehörden) mit denen für Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotoren etwa gleichziehen. Man könne den Kunden die Mehrkosten für emissionsfreie Lieferfahrzeuge nicht weitergeben, heißt es dazu.
Bei den Genter Behörden und im Stadtrat wird man sich mit dem Feedback aus diesem Pilotprojekt und den Erfahrungen und Berechnungen der Beteiligten auseinandersetzen und prüfen, wie man die Begeisterung dafür positiv nutzen und finanziell umsetzen kann.
