Seit dem 18. Februar ist Belgien Vollmitglied der europäischen „Nuklearen Allianz“, wie Energieminister Mathieu Bihet (MR) diese Woche erklärte. Bis jetzt hatte Belgien nur Beobachterstatus bei der Allianz, die Initiativen zur Kernenergie auf EU-Ebene fördert.
Belgien tritt der europäischen Allianz für Atomenergie bei
Auf Initiative Frankreichs wurde im Februar 2023 eine Allianz der europäischen Länder gegründet, die sich für die Kernenergie einsetzen. Die ursprünglich elf beteiligten Länder - Bulgarien, Kroatien, die Tschechische Republik, Frankreich, Finnland, Ungarn, die Niederlande, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und Schweden - wollten ihre Zusammenarbeit im Energiebereich stärken.
Während Belgien zunächst nicht beteiligt war, entschied sich die ehemalige Energieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) im Mai 2023 nach Paris zu reisen, um an einem Treffen des Bündnisses teilzunehmen. Belgien unterzeichnete damals dort auch eine Absichtserklärung, allerdings nicht als Vollmitglied, sondern als Beobachter.
Laut Energieminister Bihet ist Belgien in diesem Monat Vollmitglied der Allianz geworden, da sich das Land „voll und ganz“ für das Projekt engagieren möchte. „Heute entscheidet sich Belgien dafür, jahrzehntelange Zweifel hinter sich zu lassen und eine führende Rolle in der europäischen Kernenergie zu spielen“, sagte der Minister, um eine „treibende Kraft für die Entwicklung der Kernenergie in Europa“ zu sein.
Bihet zufolge will sich Belgien im Rahmen der Allianz für einen europäischen Rahmen einsetzen, der die Entwicklung der Kernenergie begünstigt, neue nukleare Infrastrukturen entwickeln und sich um den Zugang zu Finanzmitteln bemühen, einschließlich privater Finanzierungen. Kernenergie ist eine der Säulen der Energiepolitik der neuen belgischen Bundesregierung. Diese plant, die Laufzeit einiger der belgischen Kernreaktoren zu verlängern und den Bau neuer Reaktoren zu fördern.
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