Die belgische Bundespolizei ist besorgt über die wachsende Präsenz von Minderjährigen in verschiedenen Formen der Kriminalität. Dies geht aus ihrem Jahresbericht hervor, der jetzt vorgestellt wurde.
Belgiens Polizei besorgt über die wachsende Zahl minderjähriger Straftäter
In ihrem Jahresbericht geht die Polizei insbesondere auf die „besorgniserregende Feststellung“ ein, dass die Zahl der Minderjährigen in der Kriminalität zunimmt. Im vergangenen Jahr hat die Kriminalpolizei (FGP) 643 minderjährige Verdächtige und 663 minderjährige Opfer in laufenden Fällen ermittelt.
Dabei handelt es sich um Ermittlungen, die die Bundespolizei durchführte, d.h. um schwere Straftaten. Generalkommissar Eric Snoeck (Foto oben) sagte, dies sei ein Trend in den letzten Jahren. „Vielleicht sollten wir prüfen, ob der allgemeine Ansatz nicht geändert werden sollte“, erklärte er. Wie dies konkret geschehen soll, müssen die Politiker entscheiden.
Unter anderem bei Drogenfällen sind manchmal auch unter 18-Jährige beteiligt. So hat die Schifffahrtspolizei im Hafen von Antwerpen 16 Minderjährige wegen des Verdachts auf Drogendelikte festgenommen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um junge Leute, die Drogen- bzw. Kokainladungen aus Containern herausholen sollen.
Ein weiteres spezifisches Problem ist die Prostitution von Minderjährigen im Internet. Die föderale Kriminalpolizei hat im vergangenen Jahr 112 Fälle solcher aufgedeckt. Die Minderjährigen werden oft über soziale Medien mit falschen Versprechungen angeworben, so die Polizei.
