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„Seniorenheim“ belgische Nordseeküste – Hier wird die Bevölkerung immer älter

Die Bevölkerung an der Küste wird immer grauer. Das geht aus einem neuen Bericht der Provinz Westflandern und des Flämischen Landesinstituts für das Meer hervor. Die Zahl der über 80-Jährigen hat in 15 Jahren um 38,3 % zugenommen. Der westflämische Provinzabgeordnete Jean De Bethune (CD&V) analysiert das Ergebnis der Studie gegenüber VRT NWS. 

Andreas Kockartz
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„Die Küste bleibt ein Anziehungspunkt für ältere Menschen“, sagt der Abgeordnete Jean De Bethune (CD&V) gegenüber VRT NWS: „Das bringt aber auch eine Reihe von Problemen mit sich. Zunächst einmal müssen wir dafür sorgen, dass es genügend Häuser und Wohnungen gibt, die ergonomisch für Menschen über 80 ausgestattet sind. Darüber hinaus braucht diese ältere Bevölkerung mehr Pflege und Unterstützung. Dafür brauchen wir wiederum junge Menschen. Wegen des Wohnungsmangels sind diese nicht mehr bereit, an die Küste zu kommen oder dort zu bleiben.“

De Bethune rät dazu, Wohngenossenschaften entwickeln, um junge Menschen bzw. Familien wieder anzuziehen: „Wir müssen die Küste für junge Familien attraktiver machen, damit sie hier leben und arbeiten können.“

Mehr Ruheständler, weniger Beschäftigte

Auch die lokale Wirtschaft hinkt an der Küste hinterher, wie Zahlen zeigen. Zwischen 2006 und 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in den Küstengemeinden um 4,7 % und lag damit unter dem Wachstum in Westflandern (+10,6 %) im Besonderen und Flandern (+15,3 Prozent) im Allgemeinen. 

Der Provinzabgeordnete De Bethune rät dazu, auch hier aktiv zu werden:  „Es besteht eine gewisse Dringlichkeit, daran zu arbeiten. Die Küste ist mehr als nur Tourismus und erneuerbare Energie. Wir müssen auch die lokale Wirtschaft wiederbeleben. Nur dann kann es ein Zusammenspiel zwischen der jungen und der älteren Bevölkerung geben“.

Die Bevölkerung an der belgischen Küste wird deutlich älter

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