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Der Grönlandwal im KUL-Tierkundemuseum

600 Jahre Uni Löwen: Von einem Walskelett mit Papierflugzeug im Kopf bis zur größten Bananensammlung der Welt

Die Katholische Universität Löwen (KU Leuven) feiert dieses Jahr  ihr 600-jähriges Bestehen. 600 Jahre KU Leuven - das ist eine reichhaltige Geschichte, die sich durch die ganze Stadt zieht. Von einem riesigen Walskelett mit einem Papierflugzeug im Kopf bis hin zur größten Bananensammlung der Welt - diese 2 Dinge haben Sie vielleicht noch nicht über die KU Leuven gewusst.

Andreas Kockartz
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Wenn man von der Naamsestraat in Richtung Stadtpark geht, kommt man am Zoologischen Museum vorbei, in dem die zoologische Sammlung der KU Leuven untergebracht ist. Das Museum liegt etwas versteckt in der Stadt, ist aber das frei zugänglich. Neben einer umfangreichen Sammlung ausgestopfter Tiere ist vor allem das beeindruckende Skelett eines Grönlandwals seit Ende des 19. Jahrhunderts der große Blickfang. 

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Museumskonservator Mario Driesen mit dem Schädel eines Nilpferds

Es ist ein kleines Wunder, dass der Wal dort noch immer in gutem Zustand hängt. „Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Museum von Bomben getroffen“, erklärt Kurator und Museumskonservator Mario Driesen: „Ein Teil der Sammlung ging dabei verloren, und das ist auch der Grund, warum unser Storch, der unter den Trümmern hervorgeholt wurde, so grau aussieht. Den haben wir nie ganz sauber bekommen. Aber der Wal wurde kaum beschädigt und hängt immer noch da, wo er schon damals hing.“

Dem aufmerksamen Besucher fällt vielleicht etwas an dem Wal auf. „Jemand - wahrscheinlich ein Student - hat einmal ein Papierflugzeug in den Kopf des Wals geworfen. Das liegt seit den 1980er Jahren dort und man kann es immer noch in einem Schlitz in der Nase sehen.“ 

Von Tieren zu Pflanzen: Wussten Sie, dass die KU Leuven über die größte Bananensammlung der Welt verfügt?

Man kann Löwen durchaus die Bananenhauptstadt der Welt nennen. Am Arenberg-Campus in Heverlee - wir befinden uns jetzt außerhalb des Löwener Rings - wird eine Sammlung von nicht weniger als 1.700 verschiedenen Bananensorten aufbewahrt und verwaltet. „Dessertbananen, Süßbananen, Stärkebananen, Zierbananen ... Wir bewahren alle Bananensorten hier in diesem kleinen Raum auf“, sagt Bart Panis, Forscher und Leiter der Sammlung.

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Kleine Pflanzen aller Bananensorten der Welt werden in Reagenzgläsern in Heverlee aufbewahrt

„Wir halten die Pflänzchen jeder Sorte in Reagenzgläsern bei einer Temperatur von 15°C. Das ist niedrig genug, um das Wachstum der tropischen Pflanzen zu hemmen. Dies ist die Referenzsammlung für die ganze Welt und das ist wirklich ziemlich einzigartig. Wir schicken gesundes Material an Institute in der ganzen Welt und forschen auch daran, Bananen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und den Klimawandel zu machen.“

Panis fügt zum Schluss noch einen weiteren Bananen-Faktor hinzu: „Bananen sind Beeren. Das klingt vielleicht ein bisschen seltsam. Es ist eine ziemlich große Beere, eine krumme, gelbe Beere, aber es ist eine Beere.“

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