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Umwelt & Klima
Energie

Neue Fabrik für grünen Wasserstoff in Zeebrügge soll CO2-Emissionen drastisch reduzieren

Am Dienstag fiel in Zeebrügge der Startschuss für den Bau der ersten grünen Wasserstoffanlage Belgiens. Wenn die Anlage - Hyoffwind - Ende 2026 in Betrieb ist, wird sie die CO2-Emissionen um 25.000 Tonnen jährlich reduzieren. Grüner Wasserstoff wird mit Elektrizität aus erneuerbaren Quellen (Wind, Sonne) hergestellt. Sowohl bei der Herstellung als auch bei der Nutzung von grünem Wasserstoff entstehen praktisch keine CO2-Emissionen.

Andreas Kockartz Belga
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Die grüne Wasserstoffanlage von Hyoffwind wird die erste Anlage ihrer Art in Belgien sein. Sie entsteht in einer Zusammenarbeit zwischen den Familienunternehmen Messer und virya Energy sowie der Investmentholding Hyoffgreen mit Unterstützung der Flämischen Energieholding. „In der Anlage wird Ökostrom aus Wind- und Sonnenenergie in Wasserstoff umgewandelt“, sagt Projektleiter Mario Loncin: „Bei voller Kapazität werden wir hier 4.200 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren.“ Der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA) wohnte dem Spatenstich zu Beginn der Arbeiten bei.

Er betonte die Bedeutung dieses Projekts für das Erreichen der flämischen (und europäischen) Ziele im Zuge der Energiewende: „Mit den Dekarbonisierungszielen für Industrie und Verkehr wird die Nachfrage nach grünem Wasserstoff voraussichtlich noch weiter steigen. Um diese künftige Nachfrage zu decken, ist es unerlässlich, mit der Entwicklung von Wasserstoffanlagen im industriellen Maßstab zu beginnen. Hyoffwind ist hier führend und bietet eine entscheidende Grundlage für den Ausbau der grünen Wasserstoffwirtschaft in unserer Region.“ 

Nach Ansicht des Ministers liegt der Energie-Schwerpunkt im belgischen Bundesland Flandern in Zukunft nicht nur auf Wasserstoff: „Wasserstoff wird in unserem Energiemix mit aufgenommen. Wir wissen zum Beispiel, dass Wasserstoff weniger Anwendungen im Personenverkehr haben wird, dafür aber mehr im Güterverkehr, bei LKW, Schiffen und Zügen. Wir müssen also ständig schauen, welche Technologie in welcher Anwendung den größten Mehrwert bietet.“

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