Seit rund zwei Wochen dauert der Poststreik in der Region Brüssel-Hauptstadt und in der Wallonie schon an. Grund dafür sind Planungen für neue Zustellrouten für die Briefträger und die Paketboten bei Bpost, die die Gewerkschaften ablehnen. Doch bisher brachten die Verhandlungen nicht viel, da sich die Postdirektion wenig kompromissbereit zeigte.
Sozialverhandlungen waren am Wochenende von den Gewerkschaften abgebrochen wurden, da die Post keine Zugeständnisse machen wollte. Am Montag jedoch kam etwas Bewegung in die Sache, nach dem ein Gespräch zwischen Belgiens neuer Bundesministerin für die staatlichen Unternehmen, Vanessa Matz (Les Engagés), und Arbeitnehmervertretern von Bpost positiv verlaufen war.
Matz hofft, dass sich die Sozialpartner auf eine gemeinsame Lösung einigen können, die sowohl die Interessen der Post, als auch die Befindlichkeiten der Beschäftigten berücksichtige. Nach einem Gespräch zwischen Ministerin Matz und Postchef Cris Peeters sagte dieser, dass er sich ab Dienstag persönlich in die Verhandlungen einschalten werde.
Für Dienstag sind neue Verhandlungen anberaumt.
Unterdessen wird der Streik fortgesetzt. Davon betroffen sind weiterhin die Sortierzentren von Lüttich, Charleroi und Brüssel, wo sich inzwischen hunderttausende Postsendungen stapeln, darunter zahlreiche Unterlagen von deutschen Briefwählern, die sich an der Bundestagswahl in ihrer Heimat beteiligen wollen. Hier bietet die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel Hilfe, wie auf ihrer Webseite zu lesen ist.

