Einundfünfzig Personen wurden in diesem Jahr schon bei Drogendelikten im Hafen von Antwerpen festgenommen - die meisten von ihnen bneim abholen von Drogenladungen aus Containern. Es ist daher wichtig, so schnell wie möglich mehr Leute für die Schifffahrtspolizei zu rekrutieren. Dies sagte Belgiens neuer Innenminister Bernard Quintin (MR) bei einem Besuch im Hafen von Antwerpen am Dienstag.
Drogenproblematik: Mehr Mannschaftsstärke für die Schifffahrtspolizei im Hafen von Antwerpen
Alle Augen waren in den letzten Wochen auf die Drogengewalt in Brüssel gerichtet. Weshalb war Belgiens neuer Innenminister in Antwerpen? Eine enorme Menge Drogen, insbesondere Kokain, kommen über diesen Hafen in unser Land und deshalb ist es im Kampf gegen die Drogenkriminalität wichtig, bereits dort zu intervenieren - quasi bevor die Drogen in Brüssel weiterverkauft werden und dort zu Gewaltausbrüchen zwischen den dort operierenden Banden werden.
Innenminister Quintin war am Dienstag in Antwerpen deutlich: „Je weniger Drogen ins Land kommen, desto weniger Drogengewalt kommt vor.“ Er bestätigt Aussagen von Montag, nach denen die Sicherheitsmannschaften der Schifffahrtspolizei in Antwerpen so schnell wie möglich die 100 zusätzlichen Leute bekommen werden, die versprochen wurden.
„Kein Luxus“
Und das sei kein Luxus, sagte An Berger von der belgischen Bundespolizei, denn die Schifffahrtspolizei mache einen guten Job. Im Antwerpener Hafen verändert sich zudem die Taktik der Dealer und der Handlanger, die das Kokain aus den dort ab- bzw. zwischengelagerten Containern holen müssen.
Die Polizei hat nämlich festgestellt, dass die Dealer in immer kleineren Gruppen kommen und auch immer geringere Mengen an Drogen auf einmal mitnehmen. Um dies zu überwachen und um hier durchgreifen zu können, braucht die Hafen- und Schifffahrtspolizei im Antwerpener Hafen schlicht und einfach mehr Personal.
