Die flämische Landesregierung hat einen Plan zur Steigerung der Produktivität in Flandern und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ausgearbeitet. Dieser Plan mit der Bezeichnung „Flämische Beschleunigung“ konzentriert sich laut Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, Foto) auf drei Bereiche: Ein unternehmensfreundliches Klima, eine robuste und solide Infrastruktur und Humankapital.
Die Landesregierung will Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit mit „Flämischer Beschleunigung“ steigern
In den letzten Monaten regnete es auch im belgischen Bundesland Flandern Hiobsbotschaften, vor allem aus der Industrie, die schon seit einiger Zeit Alarm schlägt. Ministerpräsident Diependaele hat sich schon früher über diese Negativität und diesen „Defätismus“ geärgert. Jetzt startet der flämische Regierungschef eine Offensive für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit der gesamten Regierung will er an einer „Flämischen Beschleunigung“ arbeiten.
„Ziel ist, verschiedene Hebel in Bewegung zu setzen, um ein höheres Produktivitätswachstum und damit mehr Wohlstand und Wohlbefinden für jeden Flamen zu schaffen“, erklärte Diependaele. Er will klare, konkrete Schritte in drei Bereichen unternehmen. So muss beispielsweise ein „unternehmensfreundliches Klima“ geschaffen werden. Das Spektrum reicht von Start-ups und Scale-ups bis hin zu großen Industrieunternehmen. Der Verwaltungsaufwand, sprich die Bürokratie muss verringert werden und es müsse mehr Raum für die Unternehmen geben: „Letzteres kann man auch wörtlich nehmen: Bis Mitte des Jahres werden wir einen ehrgeizigen Plan für die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen in Flandern vorlegen.“
Infrastruktur und Kernenergie
Darüber hinaus müsse die Infrastruktur robust und solide sein. Das reicht von der Infrastruktur für Häfen, Wasserstraßen und Eisenbahnen bis hin zu strategischen Verkehrsachsen. Aber auch die Kernenergie soll „weiterhin eine Rolle spielen, um unser Ziel einer kohlenstofffreien und erschwinglichen Energieversorgung zu gewährleisten“, so Diependaele. Die dritte Messlatte ist das „Humankapital“: „Wir Flamen müssen uns auf unseren Verstand verlassen.“ Eine qualitativ hochwertige Ausbildung und eine gut funktionierende Arbeitsmarktpolitik seien in dieser Hinsicht entscheidend.
„Ich erwarte von jedem Regierungsmitglied, mich selbst natürlich eingeschlossen, in jedem Jahr dieser Legislaturperiode konkrete Maßnahmen, damit jede Schneide systematisch geschliffen wird und wir das dringend benötigte Produktivitätswachstum erzeugen können. Wir geben heute den Startschuss für 2025“, sagte Diependaele.
