Ein rechtsextremer junger Mann, der zwei Anschläge in unserem Land vorbereitet haben soll, steht seit Freitag im Brüsseler Justizpalast (Foto) vor Gericht. Der Neonazi aus Opwijk in der Provinz Flämisch-Brabant wollte angeblich eine Moschee in Brand setzen und dann mit einer Waffe so viele Menschen wie möglich töten. Er sei bereits auf der Suche nach den erforderlichen Schusswaffen gewesen, so die Anklage.
Prozess gegen einen jungen Rechtsradikalen, der Terroranschläge in Belgien plante
Der 21-jährige Rechtsradikale aus Opwijk ist wegen Anstiftung zum Terrorismus und wegen der Planung von Terroranschlägen angeklagt. Ihm droht eine jahrelange Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft fordert 5 Jahre Haft. Der Angeklagte, der dem Prozess nicht beiwohnt, wurde 2023 verhaftet, weil er zwei Anschläge in unserem Land vorbereitet haben soll. Zuerst wollte er wohl eine Moschee in Brand setzen und er plante, mit einer Schnellfeuerwaffe so viele Menschen wie möglich erschießen.
Der Neonazi wurde vor zwei Jahren verhaftet, nachdem die belgischen Geheimdienste ihn ins Visier genommen hatten. Über den Online-Nachrichtendienst Telegram verbreitete er rechtsextremes Gedankengut und soll auch andere zum Terrorismus angestiftet haben. Außerdem soll er ein Manifest verfasst haben, in dem er zur Gründung eines ethnisch weißen Staates aufruft, so die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel.
Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Mann Massenmörder wie Anders Breivik und Brenton Tarrant verehrte. Tarrant erschoss bei zwei Anschlägen auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im Jahr 2019 mehr als 50 Muslime. Breivik tötete im Jahr 2011 fast achtzig Menschen. Er zündete eine Autobombe in Oslo und eröffnete anschließend das Feuer auf Dutzende von Jugendlichen, die sich in einem Sommerlager auf der norwegischen Insel Utøya aufhielten.
