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Flanderns Bildungsministerin Demir will Lehrermangel durch „Detachement“-Stopp im Bildungswesen eindämmen

Flanderns Bildungsministerin Zuhal Demir (Nationaldemokraten, N-VA) bestätigte im flämischen Regionalparlament, dass ein „Detachement“-Stopp für Lehrkräfte eingeführt wird. Damit möchte Demir die abgeordneten Lehrer zurück vor die Klasse bringen und so den Lehrermangel teilweise ausgleichen. Im Parlament stieß sie dabei auf Widerstand von den Koalitionspartnern.

Jens Van Reet
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Derzeit sind 1.470 Lehrerinnen und Lehrer „detachiert“. Das bedeutet, dass sie nicht mehr als Lehrkraft arbeiten, aber weiterhin ihren Status und ihr Gehalt behalten. Sie sind in mehr als 200 Organisationen tätig, darunter Bildungsverbände, Gewerkschaften, NGOs und die Bildungsverwaltung.

Einige Abordnungen sind unbefristet. In erster Linie wird mit der betroffenen Organisation darüber gesprochen. In der Bildungsverwaltung selbst arbeiten 142 abgeordnete Lehrer, von denen 85 in die Schulen zurückkehren sollten.

Demir möchte diese Lehrkräfte wieder an die Schulen schicken, um den Lehrermangel zu bekämpfen. Viele Abordnungen müssen jedes Frühjahr erneuert werden, und diese möchte sie nun grundsätzlich ablehnen. Nur mit einer fundierten Begründung kann davon abgewichen werden.

„Wer weiterhin Beamter bleiben möchte, werde ich das nicht verbieten“, sagte Demir. „Es wird freie Stellen geben, und sie können sich dafür bewerben.“ Aber das System der Abordnungen sei völlig aus den Fugen geraten, findet sie. „Warum sollte ich als Bildungsministerin Lehrer aus den Schulen halten, wenn wir sie so dringend brauchen?“

Widerstand von Vooruit und CD&V

„Ich mache mir dennoch Sorgen über die Art und Weise, wie das umgesetzt wird“, sagte Hannelore Goeman vom sozialistischen Koalitionspartner Vooruit. „Das bedeutet nicht, dass morgen mehr Lehrer vor den Klassen stehen werden, wo der Bedarf am höchsten ist. Sie gehen zurück an die Schulen, an denen sie ursprünglich eingestellt wurden. Und außerdem finde ich, dass es nicht die Absicht sein kann, dass wir damit die Verwaltung schwächen.“

Auch Loes Vandromme von der christdemokratischen CD&V äußerte Bedenken. „Ich höre zu oft, dass damit der Lehrermangel gelöst werden kann, aber das ist zu kurz gedacht“, sagte sie.

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