Im Jahr 2070 wird die Bevölkerung in Flandern von aktuell 6,8 Millionen (2024) auf 8 Millionen ansteigen. Belgien wird in 45 Jahren 12,9 Millionen Einwohner haben. Die Bevölkerung in Wallonien und Brüssel wird bis dahin nahezu stabil bleiben. Das geht aus den neuen Bevölkerungsprognosen hervor, die das staatliche Planungsbüro in Zusammenarbeit mit dem belgischen Statistikamt Statbel erstellt hat.
Statbel und Planungsbüro - Bevölkerungsprognose für Belgien: „8 Millionen Flamen im Jahr 2070“
In den kommenden Jahren soll demnach die belgische Bevölkerung um durchschnittlich 30.000 Menschen pro Jahr wachsen und im Jahr 2070 12,9 Millionen erreichen. Bis dahin würde allerdings die Bevölkerung Walloniens und Brüssels im Vergleich zu heute mit 3,7 Millionen bzw. 1,2 Millionen nahezu stabil bleiben.
Der Bevölkerungsanstieg auf 12,9 Millionen Einwohner wäre hauptsächlich auf den internationalen Wanderungssaldo zurückzuführen, so das Planungsbüro und Statbel: „Bis 2070 wird der internationale Migrationssaldo (Einwanderung minus Auswanderung) relativ stabil bei etwa 30.000 Personen pro Jahr bleiben, ein niedrigeres Niveau als in den letzten Jahren.“
Der Migrationssaldo werde zunächst der Haupttreiber des Bevölkerungswachstums bleiben, so das Planungsbüro. Danach werde dieser Salso sogar der einzige Wachstumsfaktor sein: Ab Ende der 2030er Jahre, ab etwa 2038, soll der so genannte natürliche Saldo, also Geburten minus Sterbefälle, negativ werden.
In den späten 2000er Jahren bekamen Frauen durchschnittlich 1,9 Kinder, die bereits auf durchschnittlich 1,5 Geburten im letzten Jahr gesunken sind. Der Prognose zufolge wird es bei niedriger Fruchtbarkeit ab 2035 einen weiteren allmählichen Anstieg auf 1,6 Kinder pro Frau geben.
