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Fahren mit De Lijn soll ab April 18 % teurer werden

Flanderns Mobilitätsministerin Annick De Ridder: „Die Tarife bei De Lijn werden um 18 % erhöht"

Die flämische Landesregierung wird die Fahrpreise der regionalen flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn auf einen Schlag um 18 % erhöhen - zusätzlich zum Index. Dies meldete die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd unter Berufung auf mehreren Quellen erfahren. Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) bestätigte gegenüber VRT NWS, dass sich diese Erhöhung auf 18 % belaufen soll. Der Fahrgastverband TrainTramBus (TTB oder ZugTramBus) bezeichnete die geplante Fahrpreiserhöhung als „unverhältnismäßig“.

Andreas Kockartz
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Laut De Tijd haben sich die Koalitionspartner der flämischen Landesregierung schon in der vergangenen Woche auf eine Preiserhöhung für die Bus- und Straßenbahntickets bei De Lijn geeinigt und hoffen, bald die letzten Hindernisse beseitigen zu können. Die neuen Tarife sollen ab April in Kraft treten.

Die Fahrgäste von De Lijn werden nicht nur die reine Fahrpreisanhebung zahlen müssen, sondern auch die Anpassung der Tarife an den Index. Damit beläuft sich die Fahrpreiserhöhung des regionalen flämischen Verkehrsunternehmens letztendlich auf über 20 %. Mit der saftigen Erhöhung holt die aktuelle Landesregierung den Finanzbedarf von De Lijn nach zwei Jahren ohne Indexierung unter der früheren Mobilitätsministerin Lydia Peeters (Open Vld) auf dem Rücken der Fahrgäste auf.

Ein Loch von rund 30 Mio. €

Deren Indexierungsverbot habe ein Loch von schätzungsweise 30 Mio. € im Haushalt des Verkehrsunternehmens hinterlassen, so Ministerin De Ridder. De Lijn war in den letzten Jahren nicht mehr in der Lage, die gestiegenen Löhne und Energiepreise mit höheren Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf aufzufangen. Von Seiten der vorherigen  Regierung flossen aber auch keine zusätzlichen Mittel. Diese Gemengelage rächt sich jetzt.

Die Fahrgastverbände, allen voran TreinTramBus, sind entsetzt, nicht zuletzt auch, da die vergangenen Fahrplanangebote bei De Lijn derart zusammengestrichen wurden, dass die entsprechende Dienstleistung an Qualität deutlich verloren hatte. Allerdings will und muss De Lijn auch in eine Erneuerung der Busflotte investieren, denn die alten Busse sind nicht mehr zeitgemäß. Nicht selten haben Dieselbusse über 1 Mio. Kilometer auf dem Tacho. Finanzbedarf besteht also deutlich… 

De Lijn betreibt auch die Küstentram - Auch hier werden die Tickets teurer

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