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Weniger Unfälle an Bahnübergängen in 2024, doch die Zahl der Opfer bleibt hoch

Im vergangenen Jahr wurden in Belgien 30 Unfälle an Bahnübergängen registriert. Das ist ein Vorfall weniger als 2023, wie Infrabel, der Infrastrukturdienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS meldet. Seit Jahren gehen hier die Unfallzahlen langsam aber stetig zurück, doch die Zahl der Opfer bleibt hoch.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

2024 kamen 5 Personen bei Verkehrsunfällen an Bahnübergängen ums Leben und 9 wurden schwer verletzt. Im Zeitraum 2008-2021 registrierte die belgische Bahn zwischen 45 und 50 solcher Unfälle pro Jahr, doch seit 2022 gehen die Zahlen zurück und zwar auf 31 Vorfälle in 2023 und 30 Fälle im letzten Jahr.

Nur 2020 lag die Zahl noch niedriger, doch dies war der ruhigen Zeit von Corona und den dazugehörenden Lockdowns geschuldet. Seinerzeit, so Infrabel, wurde bei einem solchen Unfall nur eine Person leicht verletzt. Doch die Zahl der Toten und Verletzten bei derartigen Unfällen stieg danach wieder, wenn auch nicht mehr auf die traurigen Zahlen von vor Corona.

"Noch schnell rüberkommen"

In den meisten Fällen überquer(t)en Verkehrsteilnehmer die Gleise, trotz der Tatsache, dass die Warnleuchten auf Rot standen und dass die Bahnschranken geschlossen waren oder gerade nach unten gingen. Bei 4 von 5 Unfällen ist ein Fahrzeug involviert, doch vor allem Radfahrer und Fußgänger laufen das größte Risiko, dabei zu Schaden zu kommen.

Laut Infrabel sind die meisten Unfälle am Bahnübergang auf "Zerstreutheit" zurückzuführen, doch nicht selten wird bewusst versucht, "noch schnell rüberzukommen." Die meisten dieser Unfälle passieren in Hafengebieten, die von Gleisen durchzogen sind, auf denen aber eher selten Züge vorkommen. Dann gehen Anwohner, dort Arbeitende oder auch LKW-Fahrer davon aus, dass sowieso kein Zug kommt… 2024 registrierte Infrabel 9 Unfälle an Bahnübergängen in Häfen. Aus diesem Grunde läuft dieses Jahr eine entsprechende Infokampagne. 

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