Das belgische Unternehmen Syensqo lieferte Baumaterial für den Drohnentyp, mit dem Israel letztes Jahr in Gaza einen Hilfskonvoi bombardierte. Wie aus den Recherchen von VRT NWS hervorgeht, setzte die israelische Armee im April 2024 eine Drohne vom Typ „Hermes 450“ bei einem Bombenangriff ein, bei dem sieben Mitarbeiter einer Hilfsorganisation getötet wurden.
Israel setzte bei einer Bombardierung in Gaza eine Drohne mit Baumaterial aus Belgien ein
Syensqo, ein internationales Chemieunternehmen mit Sitz in Belgien, stellt ein Bauteil aus Material für diesen Drohnentyp in einer Fabrik in Großbritannien her. Das Unternehmen unterstreicht, dass man sich an alle Ausfuhrbestimmungen halte und versuche zu kontrollieren, wie seine Produkte verwendet werden.
Am 1. April letzten Jahres bombardierte die israelische Armee einen Hilfskonvoi in Deir al-Balah in Gaza. Dabei kamen sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen ums Leben. Bei der Bombardierung wurde eine „Hermes 450“-Drohne eingesetzt, eine von der israelischen Armee verwendete Standarddrohne.
Jetzt stellt sich heraus, dass das belgische Unternehmen Syensqo ein Bauteil für diesen Drohnentyp produziert bzw. produzieren lässt. Es handelt sich dabei um eine Art Hartharz, das in einer britischen Fabrik hergestellt wird, die dem Chemieunternehmen gehört.
Syensqo selbst behauptet, die Drohne sei unbewaffnet und diene nur der Beobachtung, aber das stimmt in der Praxis so nicht. Israel selbst gibt zu, dass man Raketen an solchen Drohnen anhängt.
