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Wirtschaft

"Unzufrieden!" - Demonstration der Mitarbeiter von Audi-Zulieferbetrieben in Brüssel

Etwa 200 Mitarbeiter von Zulieferfirmen, die für Audi Brussels arbeiten, haben am Montagmorgen im Zentrum von Brüssel demonstriert. Sie sind verärgert, weil die Kollegen bei Audi hohe Entlassungsprämien im Zuge der Werksschließung Ende Februar erhalten und sie nicht. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Kollegen aus den Zulieferbetrieben bekommen keine Entlassungsprämien, die über die gesetzlichen Zahlungen hinausgehen, während die Audi-Mitarbeiter recht hohe Abfindungen erhalten werden. Dies sei ungerecht, so die Gewerkschaftsvertreter der Zulieferer.

Davon betroffen sind in erster Linie die Arbeitnehmer von Imperial Logistics und von Rhenus Automotive. Diese Unternehmen liefern für Audi Bauteile aus der Nachbarschaft direkt für das Fließband.

Während bei Audi Entlassungsprämien von bis zu 100.000 € brutto ausbezahlt werden, bekommen die Kollegen der Subunternehmen gerade einmal die gesetzlichen rund 5.000 €.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"Ausgebeutet!"

Audi fährt noch immer laut der Brüsseler Gewerkschaftler, deutliche Gewinne ein und kann sich hohe Prämien, die weit über die gesetzlichen Zahlungen herausgehen, erlauben. Die kleineren Zulieferbetriebe können dies nicht.

Zum einen, so die Ansicht vieler, könne Audi selbst Prämien für die Beschäftigten der Subunternehmen auszahlen und zum anderen sollten sich Rhenus und Imperial dies auch leisten können. Imperial z.B. gehört zu einer riesigen Unternehmensgruppe.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Audi Brussels schließt Ende Februar, was rund 3.000 Mitarbeitern den Job kostet. Hier hat man sich nach zählen Ringen auf ein Sozialabkommen einigen können. Das war auch beim Chassis-Hersteller SNOP in Gent der Fall. Nur die Kollegen von Rhenus und Imperial gehen leer aus.

Die Gewerkschaften fordern daher eine dringende Reform des sogenannten „Renault-Gesetzes“ bei Massenentlassungen, damit sich auch Zulieferbetriebe vor den drohenden Schließungen von Unternehmen zu schützen, für die sie arbeiten.  

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