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Inland
Justiz

Als Schusswaffe umgebauter Spazierstock, Abhörgeräte, viel Geld und Luxusgüter: Große Drogenbande in Limburg ausgehoben

Die Bundespolizei in der Provinz Limburg hat eine große Drogenbande ausgehoben. In der vergangenen Woche führte die Polizei 27 Razzien durch. Inzwischen wurden 11 Verdächtige verhaftet. Was die Polizei bei den verschiedenen Durchsuchungen gefunden hat, sprengt jede Vorstellungskraft.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In den vergangenen Tagen führte die Polizei 27 Razzien bei einer Drogenbande durch, die in den Import, die Verarbeitung und den groß angelegten Handel mit Kokain verwickelt war. Die Gewinne aus diesem Drogenhandel wurden anschließend gewaschen. Bei einer Pressekonferenz beschrieb die Staatsanwaltschaft Limburg die Bande, zu der zwei Anführer gehörten, als „gut organisiert“: „Sie waren in der Lage, lange Zeit unter dem Radar zu bleiben, indem sie Gegenstrategien anwendeten. Bis jetzt. Insgesamt wurden 16 Personen festgenommen, von denen 11 inzwischen auch in Haft sind.“

Was die Polizei bei den verschiedenen Durchsuchungen gefunden hat, regt die Fantasie an: Drogen - 37 Kilogramm Kokain und 8 Kilogramm Heroin -, 14 Fahrzeuge, 234.000 € Bargeld, 2 Schusswaffen, darunter 1 Spazierstock, der zu einer Schusswaffe umgebaut wurde, Pfefferspray, illegale Feuerwerkskörper, Abhörgeräte, Luxusgüter wie Handtaschen, Schmuck, Luxusuhren.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter, das zeigt, was die Polizei bei der Razzia beschlagnahmen konnte)

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Es war bereits bekannt, dass im Keller eines Hauses in Bilzen ein großes Drogenlabor gefunden wurde. Es handelte sich um eine professionell ausgestattete Kokainwaschanlage, in der auch eine große Menge an Chemikalien gefunden wurde.

„Die Organisation bediente sich dabei einer etablierten Methode, bei der die Materialien im Herkunftsland mit Kokain imprägniert werden. Nachdem diese Produkte hier angekommen sind, muss eine chemische Behandlung durchgeführt werden, um das Kokain aus dem Träger zu extrahieren. Dieses Kokain kann zum Beispiel in einem einfachen T-Shirt verarbeitet werden“, erklärt Frank Bleyen, Staatsanwalt in Limburg. „Vor Ort könnten sie dann das Kokain aus dem T-Shirt extrahiert haben, um die Droge auf der Straße zu verkaufen.“

Gefahr für Umwelt und Bevölkerung

„Meine größte Sorge ist, dass man so etwas eines Tages nicht mehr rechtzeitig erkennen kann“, so der Staatsanwalt: „Wenn der chemische Prozess, mit dem das Kokain gewaschen wird, früher oder später schief geht, habe ich Angst um die Umwelt. Dieses Labor wurde in einem Dorfzentrum entdeckt: Nehmen wir mal an, es würde hier explodieren... Durch den Einsatz der Polizei bei solchen Phänomenen werden die ‚Köche‘, wie sie genannt werden, immer häufiger gefasst. Die kriminellen Organisationen müssen sich dann auf andere Leute verlassen, die vielleicht weniger Kenntnisse über den chemischen Prozess haben. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas schief geht.

„Es besteht auch ein Risiko für die Umwelt, wenn diese Stoffe in die Natur gelangen, und damit natürlich auch für unsere Gesundheit“, ergänzte Sophie Lever, Justizdirektorin der föderalen Kripo in Limburg. 

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