Sport hatte im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz eine doppelte Bedeutung. Er war eine Möglichkeit zu überleben, aber auch eine Form der Unterdrückung. Diese weniger bekannte Geschichte aus den KZ Auschwitz ist ab März in der Kaserne Dossin in Mechelen (Prov. Antwerpen) in der Ausstellung „Sport und Sportler im KZ Auschwitz“ zu entdecken.
Ausstellung in der Kaserne Dossin: Sport und Sportler im KZ Auschwitz
Sport im Konzentrationslager war oft ein Mittel zur Durchsetzung von Disziplin und Bestrafung. Bei dieser später als Pseudo-Sport bezeichneten Form des Sports zwangen die Nazis die Häftlinge zu anstrengenden Übungen in Kombination mit Drill und Gesang. Der Sport hatte im Lager aber auch eine gegenteilige Bedeutung. Die Häftlinge trieben Sport, um der grausamen Realität zu entfliehen und sich nach langen Tagen der Zwangsarbeit die Zeit zu vertreiben.
Unter den Häftlingen befanden sich auch Vorkriegssportler, Olympiasieger und nationale Meister, die vor ihrer Deportation Rekorde aufgestellt hatten. Ihre Träume wurden jäh zerstört. „Sport und Sportler im KZ Auschwitz“ enthüllt diese tragische Realität, zeigt aber auch die unglaubliche Stärke, Kreativität und Ausdauer der Deportierten. Briefe, Fotos und Zeugenaussagen erzählen die beeindruckende Geschichte des Sports und der Athleten im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.
Die Ausstellung unterstreicht, dass es beim Sport nicht nur um körperliche Stärke geht, sondern auch um innere Stärke und Ausdauer. Die Geschichten über Sport und Athleten unter extremen Bedingungen schaffen es, zu berühren und zu inspirieren. Die Ausstellung wurde im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau konzipiert und durch belgische Geschichten von der Holocaust-Gedenkstätte in der Kaserne Dossin in Mechelen ergänzt.
„Sport und Sportler im KZ Auschwitz“, Vom 20. März 2025 bis zum 10. Dezember 2025, Kazerne Dossin, Goswin de Stassartstraat 153, 2800 Mechelen, Info: https://kazernedossin.eu/
