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„Rund um Art déco - Skulpturen aus dem Interbellum“ im Museum Van Buuren

Vom 24. April bis 28. September 2025 feiert das Museum & Gärten Van Buuren in der Brüsseler Gemeinde das 50-jährige Bestehen mit einer neuen Ausstellung: „Rund um Art Déco - Skulpturen aus dem Interbellum“. Diese Retrospektive zeigt den Reichtum und die Vielfalt der Bildhauerei aus dieser Zeit, die von der Avantgarde über den Klassizismus bis hin zur Entstehung einer unnachahmlichen Art-Déco-Ästhetik reichte.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ein künstlerischer Dialog zwischen Modernität und Tradition

Die Zwischenkriegszeit  - das sogenannte „Interbellum“ - markiert einen Wendepunkt in der Kunstgeschichte, insbesondere im Bereich der Bildhauerei. Beeinflusst von Kubismus und Futurismus erreichten die Werke in dieser Zeit nach und nach eine gewisse Art déco-Eleganz, die sich durch klare Linien, stilisierte Formen und geometrische Motive auszeichnet. Die Ausstellung hebt auch die wichtige Rolle hervor, die internationale Ausstellungen wie die Pariser Ausstellung von 1925 und die Brüsseler Ausstellung von 1935 für die Verbreitung dieses innovativen Stils gespielt haben.

Eine Auswahl von emblematischen Künstlern

Die Besucher können im Museum Van Buuren Werke von belgischen Künstlern wie Philippe Wolfers, Rik Wouters, Oscar Jespers, Oscar De Clerck, Constant Permeke und Dolf Ledel entdecken, aber auch von internationalen Kunstschaffenden wie Ossip Zadkine, Aristide Maillol und den Brüdern Martel. Die Ausstellung bietet auch die Gelegenheit, einige noch zu wenig bekannte Bildhauerinnen wie Yvonne Serruys, Jeanne Tercafs und Rachel Van Dantzig vorzustellen. Die Skulpturen, die sowohl aus öffentlichen als auch aus privaten Sammlungen stamme, finden ihr Gleichgewicht zwischen Figuration und Avantgarde, ohne dabei zu akademisch zu sein.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"Der Kniende" von Georges Minne

Ein einzigartiger Rahmen für eine Reise durch die Zeit

Die Ausstellung findet sowohl im Museum als auch in den Gärten des Anwesens Van Buuren in Ukkle statt, einem in den 1920er Jahren im Art déco-Stil gestalteten Anwesen, das in perfekter Harmonie mit den ausgestellten Skulpturen steht. Dieser Dialog zwischen Landschaftsgestaltung und Skulpturen verspricht ein Erlebnis, das den Besucher in die Eleganz dieser Zeit zurückversetzt.

Über das Van Buuren Museum & Gärten 

Das Anwesen ist ein außergewöhnliches Kulturerbe an Art Déco-Gebäuden und -Möbeln, das vollständig unter Denkmalschutz steht. Die 1928 erbaute Villa ist ein bemerkenswertes Juwel der Art déco, das von den Architekten Léon Govaerts und Alexis Van Vaerenbergh entworfen wurde. Sie beherbergt seltene Möbel, signierte Teppiche, Buntglasfenster, Skulpturen und eine außergewöhnliche Sammlung von Meisterwerken - Skulpturen und Gemälde. Die Möbel und die Architektur spiegeln einen internationalen Charakter wider, der vor allem von der holländischen und französischen Schule beeinflusst wurde, dank der Zusammenarbeit von und mit renommierten Designern während der Planung. Die Villa selbst, die als Kunstwerk an sich konzipiert wurde, ist im Laufe der Jahrzehnter völlig unverändert geblieben und hat die Integrität eines Art déco-Ensembles bewahrt.

Der "Sonnengarten"

Eine persönliche und eklektische Kunstsammlung

Die Kunstsammlung im van Buuren Museum & Gärten bietet einen faszinierenden Einblick in den Geschmack des Sammlerehepaars Van Buurens und der Architekten dieses einzigartigen Hauses. Die Sammlung, die aus modernen, aber nicht avantgardistischen Werken besteht, spiegelt den individuellen Geschmack der Eigentümer wider und gibt einen intimen Einblick in ihre künstlerische Vision. Die Sammlung umfasst auch Meisterwerke belgischer und internationaler Meister aus dem 15. bis 20. Jahrhundert.

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Außergewöhnliche Gärten

Außergewöhnliche Gärten

Die Van Buuren-Gärten sind wahre Meisterwerke der Landschaftsgestaltung und wurden von zwei der bedeutendsten belgischen Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts entworfen. Die erste Phase wurde von Jules Buyssens (1872-1958) entworfen, die zweite von René Pechère (1908-2002). Der von Jules Buyssens entworfene Abschnitt ist ein perfektes Beispiel für die Gärten der Zwischenkriegszeit und ein lebendiges Zeugnis für die Entwicklung des „Nouveau Jardin Pittoresque“, einer wichtigen künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts. Heute erstrecken sich die Gärten über 1,2 Hektar und vereinen malerische und Art-déco-Elemente in sechs verschiedenen Zonen: der malerische Garten, der kleine Rosengarten, der große Rosengarten, das Labyrinth, der Garten des Herzens und der Obstgarten.

Die Anerkennung der Van Buuren-Gärten durch die Europäische Route Historischer Gärten zeugt von ihrem außergewöhnlichen kulturellen, historischen und künstlerischen Wert.

Eine Stiftung, die sich der Erhaltung und Kultur widmet

1970 gründete Alice van Buuren die Stiftung van Buuren Museum & Gärten mit dem Ziel, dieses außergewöhnliche künstlerische und kulturelle Werk zu erhalten und weiterzugeben. Seit 1975 ist das van Buuren Museum mit seinen Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm an künstlerischen Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Konzerte, Vorträge von Künstlern und Führungen.

Info: Museum Van Buuren, Leo Erreralaan, 41, 1180 Brüssel/Ukkel, www.museumvanbuuren.be  oder www.europeanhistoricgardens.eu

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