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Wieder mehr Engpassberufe in Flandern: Niederländisch-Kenntnisse fördern

Die Zahl der Engpassberufe - Berufe, für die es viele freie Stellen, aber nur wenige Bewerber gibt - ist in diesem Jahr im belgischen Bundesland Flandern weiter angestiegen. Inzwischen finden sich 251 dieser Berufe auf der Liste, 10 mehr als im letzten Jahr - Technikern über Krankenpflegepersonal bis hin zu Bauarbeitern. Da Niederländisch-Kenntnisse bei Einwanderern oder bei Personen aus anderen Regionen in Belgien oft ein Problem darstellen, will die flämische Arbeitsministerin Zuhal Demir (N-VA) diese Kurse nun zur Pflicht machen und das Angebot zielgerichteter aufstellen.

Andreas Kockartz
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Trotz der jüngsten Entlassungs- und Umstrukturierungswelle ist es nach wie vor auch in Flandern schwierig, geeignete Bewerber für bestimmte Stellen zu finden. „Engpassberufe sind Berufe, für die es zu wenig Bewerber gibt, für die man bestimmte technische Fähigkeiten braucht oder bei denen bestimmte Arbeitsbedingungen - wie schwere Arbeit oder Nachtarbeit - den Job weniger attraktiv machen“, so Lies Reynaert vom flämischen Arbeitsamt VDAB gegenüber VRT NWS: „Wir sind also auf der Suche nach gering qualifizierten, aber auch nach sehr hoch qualifizierten Personen.“

Zu den neuen Engpassberufen gehören Polizeibeamte, Asphaltarbeiter und Lagerarbeiter. Aber auch in der Industrie bleibt die Suche nach Arbeitskräften -  insbesondere nach Technikern - schwierig. Traditionell ist es auch bei Krankenschwestern und Krankenpflegern sowie bei Buchhaltern sehr eng.

Die 10 größten Engpassberufe in Flandern

  • Buchhalter

  • Kalkulatoren im Baufach

  • Bauleiter

  • Maschinenbauer

  • Saisonarbeiter bei der Obsternte

  • Instandhaltungsmechaniker

  • Reinigungskräfte in Privathaushalten

  • Techniker für Industrieanlagen

  • Techniker für Bau-, Land- und Hebetechnik

  • Krankenpflegepersonal

Niederländisch auffrischen

Einer der Gründe, warum es wieder mehr Engpassberufe gibt, ist, dass viele Arbeitssuchende nicht genug Niederländisch sprechen können, so Lies  Reynaert von VDAB: „Wir sehen, dass die, die Niederländisch sprechen und verstehen, viel eher eine Stelle finden. 90 % der Arbeitgeber, die beim VDAB Stellenanzeigen aufgeben, geben an, dass Niederländisch wichtig ist.“

Das erklärt, warum Flanderns Arbeitsministerin Zuhal Demir (N-VA) diese Schulungen zur Pflicht machen will, wie Redynart weiter erklärt: „Allein das VDAB organisiert 15 niederländische Ausbildungskurse, es gibt also keine Ausrede, dies nicht zu tun“. Darüber hinaus werden viele technische Schulungen angeboten, aber Demir ist der Meinung, dass diese noch effizienter sein sollten.

Aus diesem Grund lässt die Ministerin das Angebot straffer gestalten, wie sie gegenüber VRT NWS andeutete: „Wir bieten viele Schulungen an, mit VDAB, Syntra und der Erwachsenenbildung. Manchmal überschneiden sich diese auch. Ich glaube, es ist nur natürlich, dass wir diese Schulungen koordinieren, denn sonst sieht der Arbeitssuchende den Wald vor lauter Bäumen nicht.“ Demir ist der Ansicht,  dass bestimmte Niederländischkurse so weit wie möglich nach den Bedürfnissen der Engpassberufen gestaltet werden sollten. 

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