Ein neuer Monat, neue Regeln und der Februar 2025 ist da nicht anders. Bei der belgischen Bahn werden die Zugtickets teurer und auch die Preise für öffentliche Verkehrsmittel in Brüssel und Wallonien steigen. Zum Glück gibt es auch gute Nachrichten: So kommt z.B. eine neue Subvention für Bodentests nach PFAS-Verschmutzungen.
Die Dienstleister im ÖPNV erhöhen die Fahrpreise
Mehrere Verkehrsunternehmen erhöhen ab dem 1. Februar 2025 die Fahrpreise. Dies gilt für die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB, für die regionale Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB, die in der Hauptstadt die U-Bahn, die Straßenbahn und Busse betreibt und die wallonische ÖPNV-Gesellschaft TEC.
Bei der NMBS werden die Fahrpreise in den meisten Fällen um 2,91 % steigen. Klassische Zugfahrkarten werden um 3,03 % teurer. „Die Anpassung basiert auf der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes“, so die Bahn dazu.
Ein Großteil der Fahrpreise der MIVB in Brüssel wird um durchschnittlich 5 % steigen. Ein Fahrschein für eine Fahrt wird ab dem 1. Februar 2,30 € kosten. Der Preis für eine streckenbezogene Monatskarte steigt auf 55 € und der für eine Jahreskarte auf 550 €. Eine Reihe von Preisen im Brüsseler Nahverkehr war bereits im September 2024 nach rund 10 Jahren Stabilität um rund 5 % indexiert worden.
Bei der wallonischen Verkehrsgesellschaft TEC werden die meisten Tarife um 3,74 % angehoben. Das regionale flämische Verkehrsunternehmen De Lijn hebt die Fahrpreise im Februar nicht an.
Mukoviszidose-Arzneimittel auch für Kinder von 2 bis 5 Jahren erstattet
Das Medikament Kaftrio zur Behandlung von Mukoviszidose wird ab dem 1. Februar auch für Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren, die die medizinischen Kriterien erfüllen, vollständig erstattet. Bisher war dies nur für alle über 5 Jahre alten Kinder der Fall. In der hier genannten Altersgruppe gibt es in Belgien etwa 70 Kinder, die das Medikament in einer neuen Form erhalten - als Granulat. Dabei handelt es sich um ein Granulat, das mit weicher Nahrung oder Flüssigkeit vermischt geschluckt wird.
Mukoviszidose, auch Muco oder zystische Fibrose genannt, ist eine angeborene, lebensbedrohliche und bisher unheilbare Krankheit. In Belgien leiden etwa 1.380 Menschen an dieser Krankheit. Kaftrio verbessert die Lungenfunktion, verringert die Anzahl der Krankheitsschübe, reduziert den Bedarf an Antibiotika und gibt Menschen mit Mukoviszidose eine bessere Lebensqualität.
Zuschuss für Bodenuntersuchungen nach PFAS-Kontamination durch Feuerlöschschaum
Ab dem 1. Februar beteiligt sich die flämische Landesregierung an den Kosten für „beschreibende“ Bodenuntersuchungen an Standorten, an denen Löschschaum zu einer PFAS-Kontamination geführt haben könnte. Die Unterstützung gilt auch für Privatpersonen nach einem Brand oder einer Feuerlöschübung. Dies meldet die flämische Abfallagentur (OVAM).
Gemeinden in Flandern können die Hälfte der Kosten erstattet bekommen bei einem Maximalbetrag von 300.000 %. Für Unternehmen (z. B. Firmen, die auf ihrem Betriebsgelände Brandschutzübungen abhalten) sind dies 35 % der Kosten mit demselben Höchstbetrag. Privatpersonen können 95 % der Kosten erstattet bekommen. Auch für sie gilt ein Höchstbetrag von 300.000 €. Die Beihilfe gilt rückwirkend ab dem 21. September 2021. OVAM weist darauf hin, dass Privatpersonen und Unternehmen verpflichtet sind, nach einem Brand oder einer Feuerlöschübung eine Bodenuntersuchung durchführen zu lassen.
Die Gruppe der PFAS-Stoffe umfasst Tausende von Chemikalien, die in zahlreichen Industrieprozessen und Konsumgütern verwendet werden. Sie werden in der natürlichen Umwelt nicht abgebaut und reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an. Sie können gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. So werden die Stoffe beispielsweise mit Krebs, geschwächtem Immunsystem und hormonellen Störungen in Verbindung gebracht.
