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Auch an Universitäten in Belgien bzw. in Flandern wird zum Ende von Kooperationen mit israelischen Einrichtungen aufgerufen

Flämische Universitäten werden nicht mehr mit israelischen Partnern zusammenarbeiten, die in Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind

Die flämischen Universitäten werden keine neuen Kooperationen mit israelischen Partnern eingehen, die in schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind. Dies hat der Flämische Universitätsrat (VLIR) angekündigt. „Damit wollen wir vor allem verdeutlichen, was wir jetzt schon machen“, sagte Jan Danckaert, Rektor der Freien Flämischen Universität Brüssel (VUB) und Präsident dieses Rates.

Andreas Kockartz
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Mitte Januar forderten mehr als 6.600 Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende die belgischen Universitäten dazu auf, die Zusammenarbeit mit Israel wegen des Gaza-Konflikts einzustellen. „Als Wissenschaftler, Studenten und Angestellte der belgischen Universitäten tragen wir eine Mitverantwortung für die Politik unserer Institutionen“, hieß es in dem offenen Brief.

Dieser offene Brief war an den Flämischen Interuniversitären Rat (VLIR) und den frankophonen Uni-Rat „Conseil des rectrices et recteurs“ (CRef) gerichtet. Unter anderem als Reaktion auf den offenen Brief hatte der VLIR die Zusammenarbeit mit Israel neu bewertet.

Große Zurückhaltung bei neuen Kooperationen

„Die flämischen Universitäten hatten schon 2019 einen Menschenrechtstest entwickelt, mit dem alle Projekte auf mögliche Menschenrechtsverletzungen überprüft werden. Das heißt, wir schauen uns den Inhalt der Projekte an, die Institutionen und Partner, die das Projekt durchführen werden und natürlich auch die Menschenrechtssituation im Land selbst“, so Danckaert: „Diese drei Faktoren werden zusammengelegt, um zu entscheiden, ob ein Projekt durchgeführt werden kann oder nicht.“

Bei einem Projekt läuten beispielsweise die Alarmglocken, wenn die Gefahr besteht, dass die Forschungsergebnisse zu einer militärischen Nutzung führen könnten: „Dazu prüfen wir für jeden Partner auch, ob es in den betreffenden Ländern eine Zusammenarbeit mit dem Militär gibt.“

Kein Ende aller Kooperationen

Der VLIR bekräftigt, dass flämische Universitäten keine neuen Kooperationen mehr mit israelischen Partnern eingehen werden, die in schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind.

„Das heißt aber nicht, dass alle Kooperationen abgebrochen werden“, so Danckaert: „Laufende Kooperationen werden extra überprüft und einige von ihnen werden eingestellt. Außerdem gab es seit unserer verschärften Politik nur sehr wenige neue Anträge auf Zusammenarbeit mit israelischen Partnern. Es liegt eine große Zurückhaltung vor, auf neue Kooperationen einzugehen“.

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