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Erstes Baby in Belgien nach Gebärmuttertransplantation in Gent geboren

Belgien feiert mit der Geburt des ersten Babys des Landes nach einer erfolgreichen Gebärmuttertransplantation einen medizinischen Meilenstein. Die Mutter, die sich 2018 dem komplexen Eingriff am Universitätskrankenhaus Gent unterzog, hat jetzt ein gesundes Kind zur Welt gebracht, teilte das Krankenhaus am Montag mit.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Eine Frau hat vor einigen Tagen in Universitätsklinik Gent (UZ Gent) das erste Baby Belgiens nach einer Gebärmuttertransplantation zur Welt gebracht, wie das Krankenhaus diese Woche bestätigte. Die Mutter unterzog sich 2018 dem als bahnbrechend geltenden Verfahren und wurde später erfolgreich schwanger, was jetzt zur Geburt eines gesunden Babys per Kaiserschnitt in der 37. Woche führte.

Jahrelange, akribische Vorbereitungen führten zu diesem Erfolg. Die Eltern unterzogen sich 2016 zunächst einer umfassenden medizinischen und psychologischen Untersuchung, bevor sie eine IVF-Behandlung einleiteten. Die Eizellen der Frau wurden im Labor mit den Spermien ihres Partners befruchtet und Ende 2018 wurde die Gebärmuttertransplantation durchgeführt.

Eine entscheidende Herausforderung war, sicherzustellen, dass der Körper das transplantierte Organ nicht abstößt. Nach einem Jahr ohne Komplikationen begannen die Ärzte mit Implantationsversuchen von Embryos. Eine solche mündete schließlich zu einer erfolgreichen Schwangerschaft. Das Neugeborene wird den Medien vorerst nicht vorgestellt, aber Mutter und Kind geht es gut, wie es bei UZ Gent dazu heißt.

Einzigartig

Gebärmuttertransplantationen sind hochkomplexe Verfahren und kommen nur für Frauen mit angeborenen Anomalien in Frage, die sie daran hindern, eine Schwangerschaft auszutragen. Derzeit kommen nur Spenderinnen, die für hirntot erklärt wurden, für das Verfahren in Frage. Als das UZ Gent vor sechs Jahren die Transplantation durchführte, war es eines von nur 10 Krankenhäusern weltweit, die einen solchen Eingriff vornahmen.

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