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13 Belgier entschieden sich 2024 für eine Organspende nach Sterbehilfe

Im Jahr 2024 haben sich 13 Belgier dazu entschieden, nach Sterbehilfe eines oder mehrere Organe spenden. Das ist die zweithöchste Zahl seit 20 Jahren. Belgien ist eines der wenigen Länder der Welt, in denen dies möglich ist. Verganes Jahr haben zudem insgesamt 371 Belgier nach ihrem Tod mindestens ein Organ gespendet. Dies geht aus Zahlen der Iniklinik Löwen (UZ Leuven) und von Eurotransplant hervor.

Andreas Kockartz Belga
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Die Zahl der Belgier, die sich für eine Organspende nach Sterbehilfe entscheiden, steigt von Jahr zu Jahr. Nur in den Corona-Jahren war ein Einbruch zu verzeichnen. Mit 13 Patienten haben sich bis auf 2023 (14 Personen) noch nie so viele Betroffene für eine Organspende nach Sterbehilfe gemeldet.

Es gibt in Belgien strenge Kriterien dafür, wer für Organspende in Frage kommt. Dazu gehören Menschen mit neurologischen Störungen oder mit unerträglichem psychischen Leiden. Patienten mit Krebs oder die an einer übertragbaren Krankheit sterben, kommen als Spender nicht in Frage.

„Belgien gehört zu den internationalen Vorreitern in diesem Bereich“, sagt Professor Arne Neyrinck, Vorsitzender der Spender-Arbeitsgruppe an der Löwener Universitätsklinik (UZ Leuven): „Wir stellen diese Frage nie direkt. Es ist eine Anfrage, die vom Patienten selbst kommt. Allerdings stellen wir fest, dass das Interesse daran zunimmt“, sagt er.

Vorreiter Belgien

Unser Land hat im Jahr 2002 als zweites Land der Welt nach den Niederlanden die Sterbehilfe legalisiert. Im Jahr 2005 führte unser Land die weltweit erste Organtransplantation bei einem Patienten nach Sterbehilfe durch. Die Niederlande folgten diesem Beispiel erst im Jahr 2012. Diese Praxis ist weltweit einzigartig: Nach Belgien und den Niederlanden ist dies nur noch in Spanien, in Kanada und einigen Bundesstaaten Australiens möglich.

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