Die Schäden nach dem Großbrand auf Schloss Tivoli in Mechelen in der Provinz Antwerpen sind enorm. Mutmaßlich ist die Brandursache auf die laufenden Restaurierungsarbeiten zurückzuführen. Doch nicht nur das Feuer richtete enorme Schäden an, sondern auch das durch das gesamte Gebäude geflossene Löschwasser.
„Das ist eine Katastrophe“, sagte der Mechelner Stadtarchitekt Marc Debatty, der von den Auswirkungen auf das historisch wertvolle Gebäude betroffen ist: „Kurzfristig muss ein Notdach auf das Gebäude gesetzt werden und danach werden wir versuchen, so viel Salonmobiliar wie möglich zu retten.“
„Als wir das Gebäude betraten, stellten wir schnell fest, dass neben dem Dachstuhl auch der 1. Stock stark beschädigt war. Das liegt daran, dass der Boden zwischen dem 1. Stock und dem Dachboden komplett weggebrannt ist.“
Im Erdgeschoss, wo sich der Partyraum befindet, liegen vor allem Wasserschäden vor: „Es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Decken und den Parkettboden auswirkt“, sagte Debatty.
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„Der Verlust an historischem Materialwert ist sehr groß“, so der Stadtarchitekt weiter: „Es macht mich sehr betroffen, weil wir die Renovierung seit Jahren vorbereitet haben. Endlich hatten die umfangreichen Arbeiten begonnen und dann sieht man, wie alles in Rauch und Wasser aufgeht. Für ein Denkmalherz tut das besonders weh.“
Nach Ansicht des Stadtarchitekten ist das Schloss Tivoli von sehr hohem historischem Wert: „Es ist ein typisches Beispiel für einen Landsitz des frühen 19. Jahrhunderts und des Spätklassizismus, der 1802 erbaut wurde. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude zu dem Schloss ausgebaut, wie wir es heute kennen. Auch die Innenausstattung, die hauptsächlich aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt, halte ich für besonders wertvoll.“


