Das belgische Wirtschaftsministerium lässt wissen, dass der sogenannte Schwellenindex (auch Spilindex genannt) mit einer Inflation im Januar von über 4 % überschritten ist. Das bedeutet, dass die Beamtengehälter und die Sozialbezüge, z.B. die Renten, in den kommenden Monaten um 2 % steigen und sich damit dem allgemeinen Index bzw. der Inflation anpassen.
Belgien: Schwellenindex wieder überschritten - Höhere Löhne, Beamtengehälter und Sozialbezüge
In Belgien besteht das System der automatischen Anpassung der Löhne und Gehälter bzw. der Sozialbezüge, also auch der Renten, an die Teuerungsrate. Steigt in unserem Land der Index, dann ziehen die Einkommen und die Bezüge fast aller Bürger automatisch ebenso an.
Dazu arbeitet das Wirtschaftsministerium mit dem sogenannten Schwellenindex. Wenn die Preise durchschnittlich ein bestimmtes Niveau erreichen, wird der Index überschritten und dann steigen Löhne und Bezüge.
Im Januar beläuft sich die Inflation auf 4,08 % (im Dezember lag sie bei 3,16 %). Was im Januar 2024 durchschnittlich 100 € kostete, kostet heute im Durchschnitt 104,08 €. Das bedeutet, dass der Schwellenindex überschritten ist. Konkret bedeutet dies, dass die Sozialbezüge inkl. Renten im kommenden Monat um 2 % steigen und in 2 Monaten werden auch die Gehälter im öffentlichen Dienst um 2 % angehoben.
Auch Arbeitnehmer in anderen (auch in privatwirtschaftlichen- Sektoren) profitieren von Einkommensanhebungen durch den steigenden Index bzw. den überschrittenen Schwellenindex, doch die Gehaltserhöhungen sind nicht fest beziffert und sind abhängig von den Tarifverhandlungen in den einzelnen Bereichen.
