Die Mäusebussarde in Belgien, bzw. im Bundesland Flandern haben ein Problem: Es werden viel mehr Vögel als üblich in die Wildtierunterkünfte gebracht. Mindestens 25 Mäusebussarde wurden diesen Monat bereits in das Naturhilfezentrum Oudsbergen in der Provinz Limburg gebracht: „Alles wegen des nassen Wetters“.
In Flandern müssen in diesem Winter deutlich mehr Bussarde aufgepäppelt werden
„Dieser Bussard hat einen Abszess am Maul, der ihm das Fressen erschwert.“, so eine Tierpflegerin im Naturhilfezentrum Oudsbergen in unserem Video (in Niederländisch). Mäusebussarde sind von Krankheiten, Unterernährung oder körperlichen Verletzungen betroffen.
Das Naturhilfezentrum in Oudsbergen versucht, sie wieder auf die Beine zu bringen. „Sie kommen aus unterschiedlichen Gründen, aber alle haben mit dem nassen Wetter zu tun, das die Nahrungssuche erschwert“, sagt Frederik Thoelen, einer der Leiter des Zentrums: „Wenn Sie einen Bussard im Garten finden und einen Karton oder Wäschekorb über ihn stülpen können, können Sie davon ausgehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dann kann man das Tier zum Naturhilfezentrum bringen.“
Laut Thoelen lassen sich alle Fälle auf die schwierige Nahrungssuche zurückführen: „Wegen des nassen Wetters müssen die Raubvögel intensiver nach Mäusen und anderen Beutetieren suchen. Mäusebussarde finden ihre Nahrung oft an Straßenrändern, aber dann laufen sie Gefahr, im Verkehr umzukommen. Das erklärt auch einige der angefahrenen Vögel, um die wir uns kümmern.“
