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Jean-Jacques Wondo im Gefängnis im Kongo

Der belgisch-kongolesische Militärexperte Wondo ist im Kongo auch in Berufung zum Tode verurteilt worden

Jean-Jacques Wondo (Foto), ein belgisch-kongolesischer Militär- und Reformexperte, ist auch in Berufung in der Demokratischen Republik Kongo zum Tode verurteilt worden. Er steht dort im Verdacht, an der Spitze eines misslungenen Staatsstreichs zu stehen. Er selbst bestreitet diese Vorwürfe. Seine Familie in Brüssel geht davon aus, dass er Opfer einer internen Abrechnung ist.

Andreas Kockartz
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Das belgische Außenministerium in Brüssel reagierte enttäuscht auf die Entwicklung in diesem Fall und die geschäftsführende Regierung zog den Botschafter zu Beratungen aus Kinshasa ab. Noch in der vergangenen Woche forderten das EU-Parlament und eine Reihe von Politikern, Wissenschaftlern und Intellektuellen in Belgien die Freilassung Wondos.

Nicht zuletzt sprach Belgiens scheidender Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) noch am Rande des Welt-Wirtschafts-Gipfels in Davos mit Kongos Präsident Félix Tshisekedi über den Fall Wondo. Doch offenbar hinterließen diese Bemühungen keinen Eindruck.

Wondo war bereits erstinstanzlich im September 2024 zum Tode verurteilt worden. Schon damals kritisierte die belgische Regierung das Urteil aufgrund des Mangels an konkreten Beweisen, die zur Urteilsbegründung angegeben wurden. 

Hintergrund

Wondo führte zum Zeitpunkt eines misslungenen Staatsstreichs im Kongo - das war der 19. Mai 2024 - als Berater und Experte für militärische Angelegenheiten einen Auftrag für das belgische Justizministerium im Kongo durch. Im Zuge dessen arbeitete er auch für den Sicherheitsdienst ANR in der RDC durch. 

Der Putsch wurde seinerzeit von den Oppositionspolitiker Christan Malanga geleitet, der dabei erschossen wurde. Ein altes Foto aus dem Jahr 2016 - in Brüssel aufgenommen - zeigt Malanga und Wondo. Für die Richter in Kinshasa reichte das offenbar aus, denn die beiden waren ja offensichtlich miteinander bekannt… 

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