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Inland
Wirtschaft

Österreichischer Chemieriese OMV plant ein Werk in dreistelliger Millionenhöhe im Hafen von Antwerpen

Der österreichische Chemiekonzern OMV, Muttergesellschaft des Unternehmens Borealis, plant eine Investition in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro im Hafen von Antwerpen. Das berichtet die Zeitung De Tijd am Freitag. Die Information wurde gegenüber VRT NWS bestätigt. OMV soll bereits fortgeschrittene Pläne haben, in Kallo (Provinz Ostflandern) eine Raffinerie für SAF (oder nachhaltigen Flugkraftstoff) zu bauen.

Belga Martina Luxen
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Das Projekt mit dem Namen BioHy hätte eine Raffineriekapazität von 300.00 Tonnen organischer Abfälle wie gebrauchtes Frittieröl oder pflanzliche und tierische Fette, die in nachhaltigen Flugzeugtreibstoff, aber auch in Biodiesel oder nachwachsende Rohstoffe für die chemische Industrie umgewandelt werden sollen.

„Das ist kein kleines Projekt“, schätzt Robert Malina, Umweltökonom an der Universität Hasselt und Experte für Flugkraftstoffe, auf Anfrage von De Tijd. Auch wenn die Höhe der geplanten Investition noch nicht bekannt ist, dürfte sie sich auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen. Es würde sich also um ein neues Großprojekt für den Antwerpener Hafen handeln.

Die endgültige Entscheidung hänge von der Erteilung einer endgültigen Genehmigung und dem vorherigen grünen Licht des OMV-Vorstands ab, erklärte ein Sprecher des österreichischen Chemieunternehmens. Eine Entscheidung wird für 2025 erwartet.

Borealis investiert stark in Belgien

Das Chemieunternehmen Borealis, dessen Muttergesellschaft OMV ist, ist seit 1994 in Belgien tätig. Es besitzt Produktionsstätten in Beringen, Kallo und Zwijndrecht. Dort werden Kunststoffe hergestellt, die eine große Bandbreite an Anpassungsmöglichkeiten haben.

2018 investierte Borealis einen Betrag von einer Milliarde Euro in den Bau einer neuen Fabrik in Kallo. Sie soll Propen herstellen, ein Material für Hartplastik, das unter anderem für die Herstellung von Autoteilen, Gartenmöbeln oder Verpackungen verwendet wird.

Den ursprünglichen Plänen zufolge hätte die neue Fabrik im Frühjahr 2022 in Betrieb genommen werden sollen. Dieser Termin wurde jedoch nicht erreicht, was unter anderem auf Ermittlungen auf der Baustelle zurückzuführen war, während der die Arbeiten unterbrochen wurden. Der Subunternehmer IREM-Ponticelli stand dort unter dem Verdacht, Menschenhandel betrieben zu haben.

Borealis hofft, in der ersten Hälfte des Jahres 2025 in Kallo starten zu können.

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