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Inland
Wirtschaft

Kein kollektiver Sozialplan für die Beschäftigten von Audi Brussels

Für die rund 3.000 Mitarbeiter von Audi Brüssel wird es keinen gemeinsamen Sozialplan geben. Das teilte die Geschäftsführung am Mittwoch mit. „Leider haben die Gewerkschaften einen weiteren verbesserten Vorschlag abgelehnt“, sagte Peter D'hoore, Sprecher des Brüsseler Automobilwerks. Ab Ende Januar wird Audi jedem Mitarbeiter einen individuellen Vorschlag unterbreiten. Ende Februar wird der Standort definitiv geschlossen. 

Andreas Kockartz Belga
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„Das bedeutet, dass unser sehr fairer Vorschlag vom 12. Dezember, mit dem wir jetzt auf die Mitarbeiter zugehen, unverändert bleibt“, so D'hoore. Das Management von Audi Brüssel betont, dass man insgesamt mehr als doppelt so viel für den Sozialplan ausgibt, wie gesetzlich vorgeschrieben. Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von 30 Jahren erhalten je nach Position und Gehalt eine Gesamtabfindung zwischen rund 200.000 und 400.000 € brutto.

„Mit dem weiter verbesserten, dem achten Vorschlag, der für alle Beschäftigten besser gewesen wäre, sind wir den Gewerkschaften sehr weit entgegengekommen“, so der Sprecher weiter: „Umso unverständlicher ist es für uns, dass die Gewerkschaften auch diesen Vorschlag abgelehnt haben.“ Audi wird darüber hinaus allen Mitarbeitern weitere Unterstützung anbieten. „Dazu gehören Coaching-Angebote und sogenannte Outplacement-Leistungen. Wir sind überzeugt, dass die Mitarbeiter die Qualität des Gesamtpakets erkennen und annehmen werden. Audi wird die Mitarbeiter über die einzelnen Angebote detailliert informieren“, so D'hoore.

Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung.“

Thomas Bogus, Werkleiter Audi Brüssel

Auch Werkleiter Thomas Bogus bedauert, dass es keinen Sozialplan geben wird. „Auch nach den gescheiterten Schlichtungsgesprächen vor den Weihnachtsferien haben wir bis zum letzten Moment nichts unversucht gelassen, um eine gemeinsame Lösung für die Beschäftigten zu erreichen. Dass die Gewerkschaften auch unseren nunmehr achten Vorschlag abgelehnt haben, ist für uns absolut unverständlich. Das finde ich persönlich sehr bedauerlich“, sagte Bogus.

„Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung. Unser Sozialplan, der jetzt jedem Mitarbeiter individuell angeboten wird, ist absolut fair und hält allen Vergleichen stand. Alle Mitarbeiter werden ausreichend Zeit bekommen, sich selbst ein umfassendes Bild von diesem Vorschlag zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass sie zu dem gleichen Schluss kommen und unser Angebot annehmen werden“, sagt der Geschäftsführer von Audi in Brüssel. In der Zwischenzeit steht die Produktion im Automobilwerk in der Brüsseler Gemeinde Vorst noch immer still. Sie wird nach Angaben der Geschäftsleitung in dieser Woche auf keinen Fall wieder aufgenommen.

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