Noch 10 Tage, dann ist die Zuckerrübenkampagne in Tienen in der Provinz Flämisch-Brabant zu Ende. Doch schon jetzt zieht die Zuckerfabrik Tienen „Suiker Tienen“ eine Bilanz, die negativ ausfällt. „Wegen des schlechten Wetters war es eine enttäuschende Kampagne“, sagt Erwin Boonen, Leiter der Rohstoffabteilung des Unternehmens.
"Enttäuschendes Jahr" für die Zuckerrübenkampagne in Tienen - Anhaltend schlechtes Wetter
Zum jährlichen Start der Rübenkampagne, Ende September 2024, wurde bereits vorsichtig verkündet, dass aufgrund des wechselhaften Wetters es keine Spitzensaison werden würde. 4 Monate später stellt sich heraus, dass es tatsächlich eine „enttäuschende Saison für die Landwirte und das Werk“ ist.
„Die Erträge sind eine Enttäuschung“, bestätigt Erwin Boonen, Direktor der Rohstoffabteilung von „Suiker Tienen“, gegenüber VRT NWS: „Und auch der Zuckergehalt in den Rüben ist eine Enttäuschung. Und das alles wegen der späten Aussaat und den Wetterbedingungen. Es hat fast das ganze Jahr geregnet und die Sonne hat kaum geschienen. Dadurch konnten die Rüben nicht wachsen. Es wurden nur wenige Tonnen pro Hektar produziert und die Blätter der Rüben konnten nicht viel Zucker produzieren. Dieses Ergebnis ist eine Enttäuschung, aber wir haben es kommen sehen.“
Keine Zucker-Knappheit
Für die Zuckerfabrik bedeutet das, dass weniger Zucker produziert werden kann. Das heißt aber nicht, dass es zu einer Verknappung des Zuckers kommen wird.
„Für unsere Kunden gibt es sicherlich genug Zucker, wenn auch aus anderen Regionen Europas. Denn vor allem in Belgien und im Süden der Niederlande läuft der Rübenanbau nicht so gut. Sobald wir uns mehr in Richtung der zentralen Niederlande und des Ostens bewegen, ist der Rübenertrag in diesem Jahr jedoch sehr gut“, so Erwin Boonen.
