Der Brussels Airport in Zaventem in Flämisch-Brabant startet ein Pilotprojekt zum Verkauf von Strom, der von den Solaranlagen des Flughafens erzeugt wird, an die Einwohner der umliegenden Gemeinden. Der Flughafenbetreiber verspricht einen Preisnachlass, der sich für einen durchschnittlichen Haushalt auf etwa 124 € pro Jahr beläuft.
Anwohner in Zaventem können Ökostrom vom Brüsseler Flughafen beziehen
Das Pilotprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Energieplattform Bolt durchgeführt. Die ersten 100 Familien aus Kortenberg, Machelen, Steenokkerzeel und Zaventem, die sich melden, werden ab Februar mit Strom aus den Solarzellen des Flughafens versorgt.
Nach einem Jahr können sie dann wieder einen neuen Energieversorger wählen. Die Sonnenkollektoren des Brüsseler Flughafens liefern derzeit rund 9.200 Megawattstunden grünen Strom pro Jahr. Der Flughafenbetreiber will diese Menge bis 2027 auf 24.000 Megawattstunden fast verdreifachen.
Stargate
Das Projekt ist Teil des Ziels, bis 2030 für den eigenen Betrieb keine Kohlenstoffemissionen zu verursachen. Dies betrifft zum Beispiel die vom Flughafenbetreiber verwalteten Gebäude und Infrastrukturen, nicht aber den CO₂-Ausstoß der Flugzeuge. Mit dem Pilotprojekt will der Flughafen Brüssel nach eigenen Angaben „in kleinem Maßstab die praktische Durchführbarkeit eines solchen Beteiligungsprojekts zwischen einem Flughafen und seinen Anwohnern testen“.
Das Ganze ist Teil des europäischen Projekts Stargate, bei dem der Flughafen Brüssel mit einem Konsortium von 21 Partnern zusammenarbeitet, um verschiedene Initiativen für nachhaltigere Flughäfen und eine nachhaltigere Luftfahrt zu entwickeln.
