Ausländische Unternehmen und Investoren haben im vergangenen Jahr rund 5,4 Mia. € im belgischen Bundesland Flandern investiert. Das ist eine neue Rekordsumme. Laut Ministerpräsident Matthias Diependaele, N-VA, sorgte dies für mehr als 5.000 neue Arbeitsplätze. Diese Zahl liegt allerdings etwas unter dem entsprechenden Durchschnittswert der vergangenen Jahre.
Rekord: Ausländische Unternehmen investierten im vergangenen Jahr 5,4 Mia. € in Flandern
In den vergangenen Wochen und Monaten haben Unternehmen durch Umstrukturierungen oder auch durch Konkurse 15.553 Arbeitsplätze in Flandern im Besonderen gestrichen, z.B. bei Van Hool, bei Tupperware, bei Novartis und bei Galapagos. Da sorgt ein Rekordbetrag an Investitionen aus dem Ausland eigentlich für ein Aufatmen.
Durch diese Investitionen konnten 2024 in Flandern 5.039 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das sind allerdings weniger neue Jobs, als im Durchschnitt in den vergangenen 10 Jahren. 2022 und 2023 kamen durch Auslandsinvestitionen in Flandern jeweils über 6.000 neue Jobs hinzu, so die Statistik von GraydonCreditSafe.
Neue Investitionen
Auffallende Investitionen kamen im vergangenen Jahr aus den Niederlanden und aus den USA, so das flämische Wirtschaftsministerium. ASML, ein niederländischer Worldplayer aus dem Bereich der Chip-Technologie, investierte 1,1 Mia. € in eine Pilotanlage zur Herstellung von Microchips bei Imec in Löwen in Flämisch Brabant.
Und das US-Unternehmen Freepoint Eco-SystemsInvest stieg in ein Recycling-Unternehmen im Hafen von Gent ein, das Plastik der Wiederverwertung zuführt. Für Flanderns MP Diependaele sind das gute Zeichen, mit denen er zum Welt-Wirtschafts-Forum nach Davos fahren will: „Flandern ist auf Ebene von Investitionen in Hochtechnologie für die Amerikaner immer noch sehr attraktiv.“
