Flandern hat am Montag in diesem Winter zum ersten Mal die Informationsschwelle für Feinstaub (PM 2,5) überschritten. Die schlechte Luftqualität ist u. a. auf Emissionen aus Holzöfen in Verbindung mit nebligem und windarmem Wetter zurückzuführen. In Brüssel und in der Wallonie ist die Situation besser.
Die Luftqualität in Flandern ist schlecht: „Bitte kein Holz verbrennen“
Seit mehreren Tagen ist die Feinstaubkonzentration im belgischen Bundesland Flandern hoch. „Heute Morgen wurde zum ersten Mal während dieser Smog-Episode auch in Flandern die Informationsschwelle von 35 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten“, meldete am Montagmorgen die Interregionale Umweltzelle (Ircel). Besonders der Nordwesten Flanderns, oberhalb der Linie Kortrijk-Gent-Antwerpen, verzeichnete schlechte Werte.
In der Region Brüssel-Hauptstadt und in der Region Wallonien wurden die Grenzwerte für Feinstaub nicht überschritten. Dies betrifft die kleinsten Feinstaubpartikel, bei den größeren Feinstaubpartikeln (PM10) ist die Situation etwas besser.
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In Flandern herrschte mehrere Tage lang kaltes, nebliges Wetter. Das hat zur Folge, dass die Luftverschmutzung, die sich in der Atmosphäre angesammelt hat, nur schwer entweichen kann. Zum einen ist es windstill, so dass der Feinstaub liegen bleibt, und zum anderen liegt eine Temperaturinversion vor. Dabei ist kältere Luft in einer Blase unter etwas wärmerer Luft eingeschlossen und hält die schlechte Luft gefangen.
Holzöfen
Einer der Verursacher sind die Emissionen von Holzöfen. Die flämische Umweltagentur (VMM) ruft dazu auf, Holz nicht als Zusatzheizung oder als atmosphärisches Feuer zu verbrennen. Das Verbrennen von Holz kann die Luftqualität vor Ort stark verschlechtern. Andere Maßnahmen sind noch nicht geplant. Auch auf den Autobahnen wird es vorerst kein Tempolimit geben.
Am Dienstag wird es noch windstill sein aber ab Mittwoch soll der Wind deutlich zunehmen und eine Regenzone über das Land ziehen. Damit würde sich die Luftqualität deutlich verbessern. In der Zwischenzeit bleibt die Luft sehr ungesund. Gefährdete Personengruppen wie Kleinkinder, ältere Menschen oder Personen mit Lungen-, Gefäß- oder Herzkrankheiten wird geraten, keine schweren körperlichen Anstrengungen zu unternehmen.
