Fast ein Drittel der Personen, die zwischen 2022 und 2024 in Belgien gewaltsame Aktionen planten, war jünger als 18 Jahre. Die jüngste Person war gerade einmal 13 Jahre alt. Dies geht aus dem Jahresbericht der Staatssicherheit hervor, worüber die flämische Zeitung De Morgen am Freitag berichtet. In drei von vier Fällen handelte es sich bei den Dossiers mit Minderjährigen um jihadistische Ermittlungen.
„Seit 2022 gibt es einen deutlichen Anstieg der jihadistischen Dossiers und Festnahmen in Europa“, sagt Direktorin Francisca Bostyn der Zeitung. Die belgischen Geheim- und Sicherheitsdienste sehen sich zunehmend mit minderjährigen Verdächtigen in ihren Ermittlungen konfrontiert.
„Es geht vor allem um Jugendliche, die selbst Propagandamaterial produzieren und verbreiten“, so Bostyn. „Wir sehen sie seltener in der Ausführungsphase, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht sehr gefährlich sein können. Sie verherrlichen Gewalt.“
Manchmal planen sie doch selber Anschläge. So wurde im vergangenen Jahr ein Terrornetzwerk von muslimischen Extremisten aufgedeckt, dem drei Minderjährige und ein 18-Jähriger angehörten. Die Terrorzelle bereitete einen Anschlag auf eine Konzerthalle in Brüssel vor.
