Die EU-Kommissarin für Resilienz, humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib (frankophone Liberale, MR), ist in der syrischen Hauptstadt Damaskus angekommen. Dies teilte sie in einer Nachricht auf X mit. Lahbib kündigte ein humanitäres Hilfspaket in Höhe von 235 Millionen Euro an, „um zu zeigen, dass Europa dem syrischen Volk zur Seite stehen möchte“. Die Belgierin ist die erste EU-Kommissarin, die das Land seit dem Sturz des Assad-Regimes besucht.
Lahbib als erste EU-Kommissarin zu Besuch in Syrien seit dem Sturz des Assad-Regimes
Lahbib traf am Freitagmorgen in Damaskus ein. Die ehemalige belgische Außenministerin ist die erste EU-Kommissarin, die dem Land seit dem Sturz des Regimes von Präsident Bashar al-Assad einen Besuch abstattet. In der syrischen Hauptstadt traf sich Lahbib mit den neuen Führern des Landes. Die Übergangsregierung unter Ahmed al-Sharaa und seinen HTS-Rebellen bleibt voraussichtlich bis März im Amt.
Nach dem Treffen mit al-Sharaa hielt Lahbib eine Pressekonferenz ab. Dabei kündigte sie ein europäisches humanitäres Hilfspaket in Höhe von 235 Millionen Euro an. Ein Teil der Mittel wird auch an die Nachbarländer Syriens gehen. „Dieses Hilfspaket zeigt die Entschlossenheit der Europäischen Union, dem syrischen Volk zu helfen“, erklärte Lahbib. „Das Geld wird dazu beitragen, Grundbedürfnisse wie Unterkunft, Nahrung, sauberes Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und andere dringende Bedürfnisse zu decken.“
Syriens Zukunft ungewiss
Seitdem HTS an die Macht gekommen ist, gibt es zunehmend Zweifel an den Absichten der Gruppe, insbesondere in Bezug auf die Rechte von Minderheiten und Frauen. Ein Vorfall, bei dem al-Sharaa sich weigerte, die Hand der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zu schütteln, sorgte für Aufsehen.
Der Westen macht sich auch Sorgen über die Zukunft der Alawiten, einer schiitischen Minderheit. Der ehemalige Präsident Bashar al-Assad war Alawit, was das Misstrauen gegenüber dieser Gruppe verstärkt. Lahbib betonte, dass es wichtig sei, alle syrischen Gruppen unter der neuen Regierung zu vereinen.
