Das Brüsseler Regionalparlament arbeitet an einer Ordonanz, mit der gas- oder strombetriebene Terrassenheizungen vor Cafés und Restaurants verboten werden sollen. Einem entsprechenden Gesetzesvorschlag wurde diese Woche mit knapper Mehrheit im Umweltausschuss zugestimmt. Die betroffenen Gastronomen in der belgischen Hauptstadt befürchten jetzt Umsatzrückgänge.
Kommt in Brüssel ein Verbot für Terrassenheizungen für die Gastronomie?
Neben Terrassenheizungen soll diese Ordonanz auch andere energiesparende und umweltfreundliche Regeln betreffen, insbesondere für den Einzelhandel und die Büros in der belgischen Hauptstadt: Geschäfte, Büros und Ämter sollen zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens das Licht ausmachen, wenn dort nicht gearbeitet wird. Und in Ladenlokalen sollen die Eingangstüren geschlossen werden, wenn dort geheizt wird.
Die Brüsseler Hauptstadt-Region setzt damit eine Richtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 2022 um. Allerdings bietet die Region eine Übergangszeit bis zum 1. Juni 2026 an, damit sich insbesondere die Gastronomie darauf vorbereiten kann. Natürlich muss diese Ordonanz noch vom Regionalparlament angenommen werden.
Kritik von Gastronomen und von Parteien
Die Brüsseler Gastronomen halten nicht wirklich viel von diesem Vorhaben. „Für viele Betreiber von Cafés oder Restaurants stellen die Terrassenheizungen eine wichtige Einnahmequelle in den Wintermonaten dar“, so Mathieu Léonard vom regionalen Horeca-Verband gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ.
Und auch von der Politik kommt Kritik. Gaëtan Van Goidsenhoven von den frankophonen Liberalen (MR) sagt dazu: „Wir dürfen die Gastronomie und die Verbraucher nicht weiter belasten.“
Mathias Vanden Borre von den flämischen Nationaldemokraten (N-VA) stellt sich zu dieser Ordonanz Fragen zum Sinn davon: „Was ist der Impakt davon und warum ist das nötig? Eine Stadt muss leben und dazu gehört Beleuchtung.“
