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Großbritannien 2024 erstmals wichtigster Handelspartner des North Sea Port: „Brexit scheint endgültig vergessen“

Im Jahr 2024 ist Großbritannien der wichtigste Handelspartner des Fusionshafens North Sea Port geworden, wie die Jahreszahlen zeigen. „Die Barrieren durch den Brexit sind so weit verblasst, dass wir wieder zu den Umschlagsvolumen aus der Vergangenheit zurückkehren“, sagt Maarten Den Dekker von North Sea Port.

Andreas Kockartz
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Großbritannien verzeichnete vergangenes Jahr im North Sea Port einen Güterumschlag von bis zu 6 Millionen Tonnen. Das ist ein Anstieg um rund 25 %. Die USA mussten das zweite Jahr in Folge einen Rückgang hinnehmen und liegen mit 5,1 Millionen Tonnen auf Platz 2. Schweden vervollständigt die Top 3.

Auch Russland ist weiterhin unter den Top 10 der Handelspartner dieses flämisch-niederländischen Hafens. Die Russen waren viele Jahre lang der größte Handelspartner von North Sea Port. Seit dem Einmarsch in die Ukraine und den anschließenden Sanktionen ist der Handel mit Russland drastisch zurückgegangen. „Die einzigen Waren, die jetzt noch gehandelt werden, sind solche in kritischen Ketten, wie z. B. die Lieferung von Lebensmitteln“, heißt es dazu von Seiten der Hafenverwaltung.

Vorsichtiger Optimismus

Der Zusammenschluss der Häfen von Gent, Vlissingen und Terneuzen verzeichnete 2024 einen leichten Anstieg des Seegüterumschlags (+0,7 %). Dies ist eine gute Nachricht, da der Hafen im Jahr 2023 einen starken Rückgang verzeichnete. Der Umschlag in der Binnenschifffahrt nahm ebenfalls zu (+ 4,4 %) und erreichte fast das Niveau von 2022.

Maarten Den Dekker ist vorsichtig positiv gestimmt: „Diese Zahlen stehen im Einklang mit denen anderer europäischer Häfen. Außerdem bestätigt dies unsere Position als echter Massenguthafen. Vor allem beim trockenen Massengut sehen wir ein schönes Wachstum. Das Flüssigmassengut hingegen ist rückläufig, was hauptsächlich auf die schwächelnde europäische Industrie zurückzuführen ist. Hoffentlich werden wir hier eine schnelle Erholung erleben."

Der leichte Anstieg stimmt den fusionierten Nordseehafen bereits positiv: „Dieser leichte Anstieg bietet Kontinuität und Halt für das kommende Jahr. Ein Jahr, in dem die Unternehmen weiterhin eine Zukunft im North Sea Port sehen und kräftig investieren - mit einer erwarteten Flächenfreigabe von mehr als 30 Hektar.“

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