Dank der DNA-Datenbank für vermisste Personen sind im vergangenen Jahr in Belgien 3 bisher unbekannte Leichen identifiziert worden. Dies meldet das Nationale Institut für Kriminologie und Kriminalistik, dass diese Datenbank verwaltet. Seit 2024 können die Angaben aus Belgien mit DNA-Daten aus dem Ausland verglichen werden.
2024 wurden in Belgien auf Basis von DNA-Datenbanken 3 vermisste Personen identifiziert
Die DNA-Datenbank des NIKK wurde mit dem Ziel, namenlose Leichname identifizieren zu können, 2018 aufgebaut. Seit 2024 wird diese Datenbank mit der DNA-Datenbank von Interpol verglichen.
Im Oktober letztes Jahr führte dies z.B. zu einem Durchbruch im Fall der im Juli 1990 verschwundenen damals 19 Jahre alten Angélique Hendrix, die seinerzeit ihr Elternhaus in Stein in Niederländisch-Limburg in der Nähe der belgischen Grenze verlassen hatte und verschwand. Im Mai 1991 wurde in Maasmechelen in Flämisch-Limburg ein menschlicher Schädel entdeckt. Letztendlich konnte festgestellt werden, dass es sich dabei um die seit 1990 verschwundene Frau handelte.
Auch in zwei weiteren Fällen half die NIKK-DNA-Datenbank dabei, Leichen bzw. Körperteile zu identifizieren. Die Daten konnten mit. vermissten Personen verlinkt werden von denen eine aus dem Ausland stammte.
Aus den Angaben des NIKK ist auch ersichtlich, dass alleine im vergangenen Jahr dieser DNA-Datenbank 50 neue Profile von vermissten Personen hinzugefügt wurden. Dabei handelt es sich um spuren von 23 bisher unidentifizierten Leichnamen, um Angaben von 11 vermissten Personen und um die DNA von Verwandten von vermissten Menschen.
