Bei der Demonstration gegen die Rentenpläne der künftigen Bundesregierung am Montag sind mehrere Polizisten bei einem Zwischenfall mit einem Dutzend Feuerwehrleuten verletzt worden. Bei der lokalen Polizeizone Brüssel-Hauptstadt-Elsene hieß es dazu: „Die Feuerwehrleute haben unsere Kollegen angegriffen.“ Die Brüsseler Feuerwehr bedauert den Vorfall.
Polizisten und Feuerwehrleute prügeln sich bei der Rentendemo in Brüssel: „Silvester standen wir noch Seite an Seite“
Bei dem Vorfall handelte es sich um eine Gruppe von mehreren Dutzend Feuerwehrleuten, die von der vereinbarten Route abwichen und den Verkehr am Kleinen Ring in der Nähe der Naamsepoort blockieren wollten. Die Polizei versuchte daraufhin, diese Blockade zu beenden. Nach einer Rangelei kam es auch zu einem Schlagabtausch. Die Polizeizone Brüssel-Hauptstadt-Elsene berichtet, dass vier Beamte bei dem Vorfall leicht verletzt wurden.
(Lesen Sie bitte unter dem Video der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ weiter, das den Vorfall zeigt)
„Diese Handlungen haben auf einer friedlichen Demonstration nichts zu suchen und wir bedauern dies zutiefst“, hieß es bei der Polizei dazu: „Wir verurteilen jede Form von Gewalt und betonen die Bedeutung von Respekt und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Wir werden diesen Vorfall gründlich untersuchen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit sich so etwas in Zukunft nicht wiederholt.“
Feuerwehr Brüssel: „Nicht unsere Werte“
Es ist nicht ganz klar, zu welcher Einheit oder Feuerwache die beteiligten Feuerwehrleute gehören. Dennoch reagiert die Brüsseler Feuerwehr bereits auf den Vorfall: „Wir bedauern diese Konfrontation und alle Formen von Gewalt gegen die Polizei. In der Silvesternacht standen Polizisten und Feuerwehrleute noch Seite an Seite im Einsatz und forderten Respekt. Also sollten wir auch den Ordnungshütern Respekt zollen“, so ein Sprecher der Brüsseler Feuerwehr.
„Dieses Verhalten spiegelt nicht unsere Werte wider. Wir können unsere Forderungen in aller Ruhe und mit Würde stellen. Die Polizei kann auf unsere uneingeschränkte und bedingungslose Unterstützung als privilegierter Partner zählen. Eine Untersuchung wird die Umstände und die Identität der Unruhestifter klären müssen und sie werden die Konsequenzen tragen“, so der Sprecher abschließend.

