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Der Bahnhof Groenendaal - Wohnen darf man hier leider nicht...

Zwei alte Bahnhöfe in der Brüsseler Region stehen zum Verkauf

Tipp für Eisenbahnfreunde: Die beiden Bahnhofsgebäude Vorst-Oost und Groenendaal in der Nähe des Zoniënwaldes stehen zum Verkauf. Die beiden kleinen Bahnhöfe dienen nur noch als Haltepunkt für Züge. Fahrkartenschalter sind längst verschwunden, es gibt nur noch einen Bahnsteig mit einem Fahrkartenautomaten, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ meldete.

Andreas Kockartz
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Im Bahnhof Vorst-Oost wurde der Fahrkartenschalter 1993 geschlossen. Das aus dem Jahr 1870 stammende Bahnhofsgebäude wurde in den 1990er Jahren an einen privaten Eigentümer verkauft, der dort einen Baustoffhandel einrichtete. Heute ist es im Besitz des Architekturbüros BEAU, das das Gebäude vor fünf Jahren vollständig renovierte und dort seine Büros einrichtete.

Nun will das Architekturbüro den Bahnhof verkaufen. Die Preisvorstellung: 1.295.000 €. „Das Gebäude hat eine Fläche von 528 Quadratmetern, was für uns zu groß ist“, erklärt Geschäftsführer Nicolas Bouquelle. „Wir werden uns nach etwas Kleinerem umsehen.“

Er hebt die Vorzüge des Standorts hervor. „Als Architekturbüro, das viel renoviert, ist es schön, in einem Gebäude mit Charakter zu arbeiten. Außerdem ist die Lage ideal. Hier halten zwei Züge pro Stunde in Richtung Brüssel-Zentrum und zwei Züge in Richtung Nivelles und Charleroi. Sehr praktisch.“

Brüsseler Bourgeoisie

Nicht weit davon entfernt, vor den Toren Brüssels und in der Nähe des Zoniënwaldes, steht der Bahnhof Groenendaal ebenfalls zum Verkauf. Er liegt an der Bahnlinie zwischen Brüssel und Ottignies/Louvain-la-Neuve, auf dem Gebiet von Hoeilaart. Das Gebäude liegt in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet und darf deshalb nach Angaben der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB leider nicht als Wohngebäude genutzt werden.

Der kleine Bahnhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts im „nationalen Bahnhofsstil“ gebaut und luxuriös ausgestattet. Damals war Groenendaal bei der Brüsseler Mittelschicht sehr beliebt, die dort gerne einen Waldspaziergang mit einem Restaurantbesuch verband. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Nach einem Großbrand im Jahr 1992 wurden die Fahrkartenschalter geschlossen. Heute ist das Gebäude immer noch im Besitz der Bahn. Aber die Gemeinde Hoeilaart hat es schon lange gepachtet. Der Bahnhof ist inzwischen sehr baufällig. Die Kosten für die notwendige Renovierung werden auf 4,5 Mio. € geschätzt. 

Die Gemeinde hatte Pläne zur Renovierung des Bahnhofs, die jedoch nie ausgeführt wurden. Daher wird die Renovierung dem neuen Eigentümer überlassen. Interessenten können bis zum 13. Januar Gebote abgeben. Der Mindestpreis liegt bei nur 180.000 €.

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