Im ostdeutschen Bundesland Brandenburg ist ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Drei Wasserbüffel sind an der Krankheit gestorben. Fast 40 Jahre lang war das Virus aus Deutschland verschwunden. Die föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette in Belgien ruft Landwirte zu Wachsamkeit auf.
Maul- und Klauenseuche in Deutschland ausgebrochen: Belgische Lebensmittelagentur ruft zu Wachsamkeit auf
Der Ausbruch wurde auf einem Bauernhof im brandenburgischen Dorf Hönow festgestellt. Drei Wasserbüffel sind bereits verendet, die restlichen 11 Tiere werden vorsorglich getötet. Der Ursprung des Ausbruchs ist noch nicht bekannt.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für Brandenburg ein Verbringungsverbot für „empfängliche Tiere und deren Erzeugnisse“ verhängt. Landwirtschaftliche Betriebe und Viehzüchter in der Umgebung werden auf mögliche Infektionen untersucht.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Rehen vorkommt. Die Krankheit ist unheilbar. Erkrankt auch nur ein Tier auf einem Bauernhof, wird vorsorglich das gesamte Vieh des Hofes getötet. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.
Erster Ausbruch seit fast 40 Jahren in Deutschland
Die letzte Infektion in Deutschland geht auf das Jahr 1988 zurück. Seit 2011 hat es in der gesamten Europäischen Union keinen Ausbruch mehr gegeben. Unter anderem in der Türkei, im Nahen Osten, in Afrika sowie in Teilen Asiens und Südamerikas tritt die Viruserkrankung nach wie vor regelmäßig auf. Illegal importierte tierische Produkte aus diesen Ländern stellen daher eine ständige Bedrohung für die europäische Landwirtschaft dar.
Der letzte größere Ausbruch in Europa fand im Jahr 2001 statt. Damals mussten in den Niederlanden, im Vereinigten Königreich und in Frankreich insgesamt mehrere Millionen Tiere geschlachtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Belgien war wie Deutschland damals nicht betroffen. Nach Angaben der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette stammt der letzte Fall in Belgien aus den 1970er Jahren.
Die Agentur ruft die Viehzüchter in unserem Land zur Wachsamkeit auf. „Wir verfolgen die Situation genau“, sagt Sprecherin Hélène Bonte. „Der Verzehr von kontaminiertem Fleisch ist für den Menschen ungefährlich. Doch wenn das Virus in Umlauf kommt, könnte das weitreichende Folgen für die Viehhalter haben. Daher ist es wichtig, die Ausbreitung zu stoppen."
