Im vergangenen Jahr gingen Belgien 11.549 Unternehmen in Konkurs - die zweithöchste Zahl aller Zeiten. Nur in den Jahren 2013 und 2018 gab es mehr Insolvenzen, wie aus aus einer Studie des Forschungsunternehmens GraydonCreditsafe hervorgeht. Die Insolvenzen waren für eine Rekordzahl von verlorenen Arbeitsplätzen verantwortlich: 27.187.
Rekord in Belgien: 27.187 verlorene Arbeitsplätze durch Konkurse im Jahr 2024
In Flandern gingen 15.553 Arbeitsplätze verloren, in Wallonien 7.297 und in Brüssel 4.233. In allen Regionen gab es im vergangenen Jahr mehr Insolvenzen:
In Flandern gab es im zweiten Jahr in Folge eine Rekordzahl an Konkursen, nämlich 6.674. Im Vergleich zu 2023 ist dies ein Anstieg um 5,49 %.
In Brüssel wurden insgesamt 1.969 Konkurse angemeldet, ein Anstieg um 15,08 %.
In Wallonien wurden 2.803 Konkurse gemeldet, ein Anstieg um 4,98 %.
Vor allem im Baugewerbe, im Transportwesen und bei den Autowerkstätten und Konzessionären läuft es in Belgien nicht gut. Im Baugewerbe wurden 14,16 % mehr Konkurse gezählt, im Transport- und Logistiksektor gab es einen Anstieg um 5,48 %, bei den Autowerkstätten gab es 12,9 % mehr Konkurse.
Interessanterweise steht das Hotel- und Gaststättengewerbe nicht schlecht da: Hier gab es einen leichten Rückgang um 0,68 % bei den Insolvenzen.
Der Konkurs des Busherstellers Van Hool im April letzten Jahres ist die schwerste Pleite in unserem Land nach dem von Ford Genk im Jahr 2014. Bei Van Hool gingen insgesamt 2.204 Arbeitsplätze verloren, bei Ford Genk waren es rund 6.000.
