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Wetstraat 16
Inland
Justiz

Mann mit Messer am Sitz des belgischen Premiers wird des versuchten Mordes verdächtigt

Der 29-jährige Mann, der am Montagmorgen um 10 Uhr am Sitz des belgischen Premierministers in der Wetstraat 16 überwältigt wurde und ein Messer bei sich trug, wird des versuchten Mordes verdächtigt. Das berichtet die Brüsseler Staatsanwaltschaft, die einen Ermittlungsrichter bestellt hat.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Mann näherte sich zwei Soldaten, die den Eingang des Gebäudes sicherten. Dabei sprach er sehr unzusammenhängend und zog plötzlich ein Messer. Den Soldaten gelang es, schnell einzugreifen. Sie konnten den Verdächtigen davon überzeugen, das Messer wegzulegen. 

Wenige Augenblicke später ergab er sich ohne weiteren Widerstand und die Soldaten konnten ihn überwältigen. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Der Mann wurde zunächst zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht und später zu dem Vorfall verhört. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft wurde informiert und forderte u.a. Kamerabilder an.

Psychiatrisches Gutachten

Der Verdächtige war bereits im April 2024 in einen Vorfall verwickelt, bei dem er ebenfalls versuchte, einen Wachmann mit einem Messer anzugreifen und zwar am Eingang der US-Botschaft in Brüssel. In diesem Fall war bereits eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet worden und der Verdächtige wurde zwangsweise in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.

Im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 6. Januar und der Tat vom April letzten Jahres beantragte die Staatsanwaltschaft einen Untersuchungsrichter, der gegen den Verdächtigen wegen versuchten Mordes und verbotenen Waffenbesitzes ermitteln soll. Im Zuge dessen wurde ein psychiatrisches Gutachten über den Verdächtigen angefordert. Das Motiv des Täters ist derzeit noch unklar und ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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